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FIFA plant zweijährliche Klub-WM mit 48 Teams

kicker

In diesem Sommer gewann der FC Chelsea die erstmals in einem Turnierformat mit 32 Mannschaften ausgetragene Klub-Weltmeisterschaft. Die nächste Ausgabe ist erst in vier Jahren vorgesehen - doch bei diesem Rhythmus dürfte es nicht bleiben. Denn die FIFA will auf zwei Jahre runter und strebt künftig auch ein Teilnehmerfeld in 48er-Stärke an.

Dies würde natürlich den Druck auf den internationalen Spielkalender abermals erhöhen. Mit Kritik ist somit zu rechnen.

Doch die FIFA hat auch Befürworter im Rücken, die ein großes Teilnehmerfeld und eine häufigere Austragung erbitten. So soll sich Real Madrid im Juni in Miami für den Zweijahres-Rhythmus ausgesprochen und dabei Unterstützung erfahren haben von Promi-Klubs, die bei der jüngst absolvierten Klub-WM in den USA nicht dabei sein durften. Namentlich der FC Barcelona, Manchester United, der FC Liverpool und die SSC Neapel.

Mehr als zwei Klubs pro Nation?

Eine Teilnahme bringt Medienpräsenz und - natürlich - jede Menge Geld. Sieger Chelsea strich für den Turniergewinn ein Preisgeld von 100 Millionen Euro ein. Von dem Geld, das größtenteils von saudischen Investoren stammt, hätten auch andere Großklubs gerne etwas ab, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Für mehr Teilnehmer könnte die FIFA die aktuelle Obergrenze von zwei Klubs pro Nation (Ausnahmefall war 2025 Brasilien, da mehr als zwei Vereine während der Qualifikationsphase ihren kontinentalen Wettbewerb gewinnen konnten) aufheben, um auf 48 zu kommen. Für 2029 sei das bereits angedacht, wie der Guardian schreibt. Ein Turniermodell liegt auch praktischerweise schon in der Schublade, da die Weltmeisterschaften der Männer und Frauen ab 2026 bzw. 2031 bekanntlich mit je 48 Nationen ausgetragen werden.

Kurzfristig sind der FIFA mit einer 2027er-Ausgabe die Hände gebunden, da der internationale Spielkalender bis 2030 fixiert ist. Bis dahin steht nur die Klub-WM 2029 im Plan, wie es die FIFA und die Europäische Klub-Vereinigung vor zwei Jahren vereinbart haben. 2031 könnte es dann schon wieder anders aussehen.

World Leagues und Fifpro werfen FIFA Machtmissbrauch vor

Es gibt natürlich auch Gegenwind und nicht nur Befürworter für diese Erweiterungspläne. Der Weltverband sieht sich rechtlichen Schritten der internationalen Lobbyorganisation World Leagues ausgesetzt, zu der auch die Premier League gehört. Diese hat mit Unterstützung der globalen Spielergewerkschaft Fifpro Klage bei der Europäischen Kommission eingereicht und wirft der FIFA "Missbrauch ihrer Marktmacht" vor.

Ein Zweijahres-Rhythmus würde die Spannungen weiter erhöhen. Ob es da ausreicht, dass die FIFA ihre Bereitschaft erklärt haben soll, die Länderspielpause im Juni zu streichen, um die Belastung zu verringern - und Platz für die Klub-WM zu schaffen? Mit Widerstand vonseiten der UEFA ist zu rechnen, denn die trägt im Sommer die Endrunde ihrer Nations League aus.

Wo die Klub-WM 2029 stattfinden wird, ist übrigens noch nicht klar. Während das Turnier in den USA ohne Ausschreibung vergeben worden war, soll es für die nächste Auflage eine geben. Katar, Spanien und Marokko haben bereits Interesse bekundet.