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Freigang kündigt Revanche an: "Wir haben ein bisschen Schaum vorm Mund"

kicker

In Summe war das Spiel schnell erzählt: Die Eintracht hatte vor allem in der zweiten Hälfte zwar mehr vom Spiel, kam auch zu guten Chancen, ließ jedoch die Effizienz vermissen, die Real an den Tag legte. Drei Torschüsse im ersten Durchgang nutzten die Königlichen zu zwei Toren, während sich Frankfurt bei seinen Torchancen größtenteils auf zwei gute Phasen beschränkte: zwischen der 40. und 45. Minute hatte das den Anschlusstreffer von Nicole Anyomi zur Folge, zwischen der 80. und 95. Minute standen die frühere Frankfurter Keeperin Merle Frohms und das Aluminium mehrfach im Weg. "Wir hatten viele Torabschlüsse. Das zeigt, dass wir mindestens ein 2:2 verdient hatten und in die Köpfe von Real gekommen sind. Es ist nicht vorbei", stellte Frankfurts Coach Niko Arnautis nach der Partie klar.

Zur Wahrheit gehört aber auch: Real nahm sich in der letzten halben Stunde deutlich zurück, spielte auf Zeit, überließ Frankfurt den Ball und nutzte seine Kontermöglichkeiten nicht mit letzter Konsequenz. Die Madrileninnen schienen mit der Ausgangslage zufrieden, verteidigten kompakt. Lediglich zwei Torchancen erspielte sich Real im zweiten Durchgang noch - die jedoch beide gut und gerne auch im Tor hätten landen können. "Real hat das einfach sehr effektiv gemacht. Dass sie so tief stehen, hatten wir nicht erwartet, aber für uns ist spielerisch noch mehr möglich. Wie wir dieses Spiel bestritten haben, sollte uns Selbstbewusstsein geben", sagte Frankfurts Kapitänin Laura Freigang.

"Konnten dem Spiel unseren Stempel aufdrücken"

Was bleibt als Fazit? Frankfurt hat sich gegen den Favoriten ordentlich verkauft, muss im Rückspiel aber dringend seine Chancenverwertung verbessern und davon ausgehen, dass Real das Tempo noch einmal deutlich erhöhen wird. Wie das aussehen kann, zeigte vor allem die schnelle Linda Caicedo gleich mehrfach. Freigang ist dennoch nicht bange: "Wir sind als Underdog ins Spiel gegangen, aber wir haben gesehen, dass wir dem Spiel unseren Stempel aufdrücken können. Und deswegen mache ich mir keine Sorgen, dass wir im nächsten Spiel nicht auch 100 Prozent geben werden."

Auch die deutsche Nationalspielerin Sara Däbritz, die in Frankfurt ebenso von Beginn an auf dem Feld stand wie Frohms, zollte der Eintracht Respekt: "Natürlich wäre es perfekt gewesen, wenn wir bei einem Konter noch das 3:1 gemacht hätten, aber Frankfurt hat gedrückt und hatte am Ende noch einige Chancen. Es hätte so oder so ausgehen können. Am Ende bin ich froh, dass wir dieses erste Spiel gewonnen haben. Das gibt uns ein gutes Gefühl für das Rückspiel. Aber wir müssen wieder mit 100 Prozent in diese Partie gehen, weil noch alles möglich ist."

Erst Hoffenheim, dann Madrid

Fakt ist: Für die Eintracht ist es die vierte Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation in Folge. Lediglich in der Saison 2023/24 gelang der Einzug in die Gruppenphase. Eine Bilanz von vier Versuchen und drei Pleiten würde weder der Eintracht noch dem deutschen Fußball guttun. "Es ist nur ein Tor Rückstand und es geht um die Champions League. Mich demotiviert das überhaupt nicht. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass nach dem Spiel die Köpfe bei uns hingen. Im Gegenteil, wir haben jetzt ein bisschen Schaum vorm Mund und werden in Madrid alles reinhauen, was wir haben", lässt Freigang erst gar keine negativen Gedanken aufkommen.

Bevor die finale Entscheidung über einen der letzten neun Startplätze für die neue Ligaphase der Champions League am nächsten Donnerstag in Madrid fällt (20 Uhr), muss die Eintracht am Sonntag aber noch im Bundesliga-Klassiker bei der TSG Hoffenheim ran. Real will sich am selben Tag im Stadtderby gegen Madrid CFF den ersten Saisonsieg in der Liga sichern.