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Funkel sagt Köln ab

kicker

Titz ist heißer Trainerkandidat beim FC

Friedhelm Funkel hatte den FC erst zwei Spieltage vor Saisonschluss als Nachfolger von Gerhard Struber übernommen. Der 71-Jährige riss das Ruder bei den zuvor verunsichert wirkenden Geißböcken noch herum, fuhr zwei Siege ein und vollendete damit souverän die Mission direkter Wiederaufstieg.

Sein Vertrag läuft allerdings am 30. Juni aus, Funkel war ursprünglich lediglich als Interimslösung eingeplant. Doch nachdem er seinen Auftrag erfüllt und damit die Euphorie rund um den FC selbst für Kölsche Verhältnisse in ungeahnte Höhen getrieben hatte, keimten Diskussionen auf, ob Funkel nicht auch zu einer Dauerlösung werden könnte. Diskussionen, die Funkel mit seiner offenen Bereitschaft selbst befeuerte.

"So macht es leider keinen Sinn"

Nun die Kehrtwende, über die auch der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet. Zum kicker sagte Funkel: "Ich werde nicht noch einmal sieben bis neun Tage warten, ehe sich eine Mehrheit für mich oder einen anderen Trainer ergibt. Die Leute wissen, was ich kann, was ich nicht kann und wie ich Stadt und Vereine kenne. Wenn das jetzt nicht dafür reicht, dann ist das eben so."

Im Gespräch am Freitagnachmittag mit Finanz-Geschäftsführer Philipp Türoff und Sportdirektor Thomas Kessler sei Türoff bereits nach einer Viertelstunde gegangen. Das Gespräch mit Kessler sei gut und fair gewesen, am Ende stand aber die Trennung.

"Wir haben heute ein sehr offenes und respektvolles Gespräch mit Friedhelm Funkel geführt", sagte Kessler selbst: "Von Beginn an war der Austausch von großer Wertschätzung und Augenhöhe geprägt. Wir haben dabei transparent dargelegt, dass wir im Rahmen eines verantwortungsvollen Auswahlprozesses verschiedene Gespräche mit potenziellen Kandidaten führen."

Daraufhin habe Funkel den Kölner Verantwortlichen mitgeteilt, "dass er die Notwendigkeit eines solchen Prozesses für eine so wichtige Position absolut nachvollziehen kann, für sich jedoch entschieden hat, daran nicht teilzunehmen". Man habe vereinbart, im Austausch zu bleiben, "um gemeinsam zu überlegen, in welcher Form Friedhelm seine Expertise auch künftig beim FC einbringen kann".

Titz ist Kandidat für die Nachfolge

Wie chaotisch es beim 1. FC Köln durchaus zugeht, zeigt die Tatsache, dass Kessler nun eine Saison planen muss, in der ihm möglicherweise ein neuer Sport-Geschäftsführer mit neuen Vorstellungen vorgesetzt wird. Im September wird schließlich ein neuer Vorstand gewählt, der dann womöglich andere personelle Vorstellung hat als die aktuelle Führung.

Ein neuer Chefcoach muss nun für frischen Wind und die nötigen Impulse sorgen, um in der Bundesliga bestehen zu können. Wer dieser neue Mann sein wird, ist noch nicht bekannt. Gespräche mit potenziellen Kandidaten sollen aber bereits laufen, ein heißer Kandidat ist nach kicker-Informationen der Noch-Magdeburger Christian Titz.

Funkel hatte aus seiner besonderen Beziehung zur Domstadt und seiner engen Verbundenheit mit dem FC nie einen Hehl gemacht. Immerhin stand der 71-Jährige zum dritten Mal (nach 2002 bis 2003 sowie 2021) an der Seitenlinie, führte die Kölner zum zweiten Mal nach 2003 zum Aufstieg.