Auch wenn manchem der Name Romulo neu erscheinen mag, in Leipzig hatten sie den Sommerneuzugang für die Sturmzentrale bereits lange auf dem Schirm. Seit zwei Monaten bemühte sich die sportliche Führungsetage um den Brasilianer.
Nun erhielt RB auch den Zuschlag - trotz namhafter Konkurrenz im Werben: Romulo, der künftig die Rückennummer 40 trägt, erhält einen Fünfjahresvertrag bis 30. Juni 2030 und kostet die Sachsen bis zu 25 Millionen Euro. Die Sockelablöse von rund 20 Millionen Euro könnte durch Boni schließlich noch um fünf Millionen Euro steigen. Dazu kommt eine Weiterverkaufsbeteiligung von zehn Prozent.
"Romulo bringt eine starke Physis, eine saubere Technik und einen ausgeprägten Torriecher mit", kündigt Marcel Schäfer, Geschäftsführer Sport in Leipzig, an: "Er ist in der Offensive flexibel einsetzbar - sowohl als klassische Neun als auch in variableren Rollen. Besonders beeindruckt hat uns, wie schnell er sich in Brasilien und der Türkei an unterschiedliche Ligen und Spielsysteme angepasst hat. Wir sind überzeugt, dass er unserem Spiel neue Impulse geben und unser Offensivprofil noch vielseitiger machen wird. "
„Ich weiß, dass in Leipzig mit hoher Intensität, Tempo und Pressing gespielt wird - genau das liegt mir.“ (Romulo)
Zwischenzeitlich hatte es Gerüchte um eine mündliche Einigung zwischen Wolverhamptons Portugiesen Fabio Silva und RB gegeben. Die Verantwortlichen entschieden sich aber bewusst für die sicherlich günstigere Option mit Romulo. Dieser hatte in der vergangenen SüperLig-Saison mit 13 Toren und neun Vorlagen bei 29 Einsätzen aufhorchen lassen.
Ein gutes Geschäft für Göztepe
Göztepe hatte den Stürmer im Februar 2024 vom brasilianischen Klub Athletico Paranaense zunächst ausgeliehen und zu Beginn des aktuellen Kalenderjahres für rund 2,5 Millionen Euro fest verpflichtet. Eine gute Investition, bedenkt man die nun womöglich verzehnfachte Summe auf der Einnahmeseite.
"Der Wechsel zu RB Leipzig ist für mich ein großer Schritt in meiner Karriere", gibt Romulo offen zu: "Die Bundesliga gehört zu den stärksten und spannendsten Ligen der Welt, und ich möchte mich hier auf höchstem Niveau beweisen. Ich weiß, dass in Leipzig mit hoher Intensität, Tempo und Pressing gespielt wird - genau das liegt mir. Ich will Tore erzielen, Vorlagen geben und alles dafür tun, dass wir als Team unsere Ziele erreichen."
Romulo ist zunächst als Alternative zu Lois Openda eingeplant, der in Leipzigs Sturmzentrum gesetzt ist. Ob und wie schnell sich der technisch beschlagene und physisch starke Brasilianer an die Bundesliga gewöhnt, bleibt abzuwarten. Zumindest mit dem Gardemaß von 1,93 Meter erinnert der Angreifer mit Stärken im Pressing an Vorgänger Benjamin Sesko.