Als Inter-Kapitän Lautaro Martinez nach dem überraschenden Achtelfinal-Aus bei der Klub-WM (0:2 gegen Fluminense) deutliche Worte in Richtung Hakan Calhanoglu gesendet hatte, war ein Verbleib von Letzterem von außen betrachtet in weite Ferne gerückt. Die Kernaussage des Argentiniers damals: "Jeder, der nicht bleiben will, soll gehen."
Die Auffassung, dass dieses Motto letztlich auf Calhanoglu zutreffen würde, hatten zahlreiche Medienberichte gestützt. Der türkische Nationalspieler, der sein Fehlen bei der Klub-WM einzig und allein auf eine Verletzung zurückgeführt hatte, war zu diesem Zeitpunkt schon seit Wochen mit Galatasaray und Fenerbahce in Verbindung gebracht worden. Doch zu einem Wechsel in die Heimat - das ist inzwischen klar - wird es nicht kommen.
„Ich bin Inter-Spieler und will hier weitermachen.“ (Hakan Calhanoglu)
Nachdem am Vortag bereits sein Berater entsprechende Aussagen getätigt hatte, stellte Calhanoglu am Mittwoch nun selbst klar: "Ich bin Inter-Spieler und will hier weitermachen."
Zwar sei sein Urlaub "wegen vieler Umstände nicht einfach" gewesen, doch habe er "stets mit Inter in Kontakt" gestanden. "Ich habe sogar im Urlaub trainiert, bin in sehr guter Verfassung. Ich freue mich, zurück zu sein - ich habe alle vermisst. Und jetzt... will ich einfach wieder mit der Arbeit beginnen", zitiert die Gazzetta dello Sport den 31-Jährigen.
Aussprache mit Lautaro Martinez
Transfergerüchte gebe es unterdessen "jedes Jahr - diesmal vielleicht etwas mehr". Calhanoglu jedenfalls hielt sich bedeckt, schließlich sei es "nicht richtig, ständig Erklärungen abzugeben". So wie es etwa Lautaro Martinez zu Beginn des Monats getan hatte.
"Wir haben gesprochen. Wir sind Profis, da gibt es kein Problem", sprach der Mittelfeldspieler über sein Verhältnis zum Argentinier. Böses Blut gebe es keines - ganz im Gegenteil: "Wenn der Kapitän zurückkommt, werde ich ihn einfach umarmen. Jetzt ist er im Urlaub, und das ist auch richtig so. Unsere Köpfe waren voll. Heute sind wir alle entspannter und schauen nach vorne", erklärte Calhanoglu.