Wird Patrik Schick rechtzeitig für das Leverkusener Bundesligaspiel am Samstag beim 1. FSV Mainz 05 fit? Am Dienstag ist das Fragezeichen deutlich größer geworden als vom deutschen Vizemeister erhofft. Der Top-Torjäger fehlte bei der ersten Einheit der neuen Trainingswoche vier Tage vor dem Anpfiff in der Mainzer Arena weiterhin im Teamtraining.
Stattdessen spulte der tschechische Nationalspieler, der für die beiden Partien seines Heimatlandes in der WM-Qualifikation hatte passen müssen, abseits der Mannschaft mit Reha-Trainer Daniel Jouvin nur ein individuelles Programm ab, um nach seiner beim 2:1-Sieg beim FC St. Pauli erlittenen Oberschenkelblessur wieder fit zu werden.
Somit bleiben dem 29-Jährigen nur noch drei Tage vor dem Mainz-Spiel, um sich zurückzumelden. Dass die Zeit reicht, ist schwer vorstellbar. Schick absolvierte seine Pass- und Schussübungen, bei denen er nicht ansatzweise durchzog, sehr verhalten, griff sich zwischendurch wiederholt an das linke Bein. So scheint es auch ausgeschlossen, dass der Linksfüßer am Mittwoch ins Mannschaftstraining zurückkehrt. Ein Einsatz in Mainz rückt somit in weite Ferne.
Diese Partie hatte der Klub im Idealfall für Schicks Comeback angestrebt. Allerdings war von vorneherein klar, dass der Verlauf nicht so exakt vorauszusagen war. Hatte sich Schick doch keine normale Verletzung im Faserbereich, sondern an der Faszie, also der Muskelhülle, zugezogen. Deren Heilung ist nicht so exakt zu prognostizieren. Dies bewahrheitet sich nun offenbar zu Ungunsten des Angreifers.
Trainer Kasper Hjulmand kann, Stand jetzt, nicht davon ausgehen, in Mainz mit Schick planen zu können. Gleiches gilt zumindest vorerst auch für den Einsatz von Jarell Quansah. Der Innenverteidiger war wegen einer Entzündung an der Patellasehne vorzeitig von der englischen Nationalmannschaft abgereist und fehlte am Dienstag ebenfalls beim Training.
Sein Mitwirken in Mainz im Wortsinne über das Knie zu brechen, wäre riskant. Zum einen, weil bei Beschwerden an der Sehne grundsätzlich Vorsicht angesagt ist, um kein dauerhaftes Problem daraus entstehen zu lassen. Zum anderen, weil Bayer jetzt vor einer Reihe englischer Wochen mit sieben Partien in 22 Tagen steht und damit ein längerer Ausfall Quansahs bitter wäre.
Neben Quansah blieb auch Lucas Vazquez am Dienstag in den Katakomben und ließ sich behandeln. Der rechte Schienenspieler, der zuletzt laut Klubangaben unter muskulären Problemen litt und während der ersten Woche der Länderspielperiode nur individuell gearbeitet hatte, musste ebenfalls passen.
Tella absolviert erstmals Teile des Teamtrainings
Dafür meldete sich Offensivakteur Nathan Tella zumindest im ersten Teil der Einheit zurück. Der nigerianische Nationalspieler, der sich am 3. Spieltag bei Hjulmands Debüt beim 3:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt als Bayer-Trainer am Knie verletzt hatte, ist nach eigenen Worten schmerzfrei.
Am Dienstag stieg der 26-Jährige absprachegemäß nach einer halben Stunde aus, als Übungs- und Spielformen mit Zweikämpfen auf dem Plan standen. In den nächsten Tagen wird die Belastung im Teamtraining für Tella, der auf einen Kaderplatz am Samstag in Mainz hofft, Schritt für Schritt auf den vollen Umfang gesteigert.