"Ja, das ist ein schönes Brett, wie ihr doch sagt", meint der Schweizer Urs Fischer angesichts des bevorstehenden Jubiläums von Stefan Bell. Der 34-Jährige, der in der Bundesliga ausschließlich für den FSV auflief, könnte als erster Profi die Schallmauer von 300 Bundesliga-Spielen für Mainz knacken.
"300 Spiele für den gleichen Klub, das ist heutzutage eher außergewöhnlich. Zu meiner Zeit gab es noch mehr solche Beispiele", betont Urs Fischer. Der 59-Jährige absolvierte zwischen 1984 und 2003 insgesamt 534 Spiele in der höchsten Schweizer Liga für den FC Zürich und den FC St. Gallen.
"Man sieht die Funktion von Stefan Bell innerhalb der Mannschaft. Er ist ein Führungsspieler, er geht voran, das erkennt man auch auf dem Platz, sowohl in den Spielen als auch in den Trainings", so Fischer. Bells Kommandos seien immer wieder zu hören, "er versucht, den Jungs zu helfen".
Im Übrigen kamen nur zwei aktive Spieler im Oberhaus häufiger zum Einsatz, die sich als echte Identifikationsfiguren ihrer Klubs herauskristallisiert haben, ohne je für die Nationalmannschaft gespielt zu haben: Teamkollege Dominik Kohr (321 BL-Spiele) und Freiburgs Maximilian Eggestein (303).
Gute Nachrichten gibt es von Nadiem Amiri und Phillipp Mwene, die in dieser Woche alle Trainingseinheiten mitmachen konnten. Nach einem grippalen Infekt reichte es für Amiri beim 3:1 gegen Wolfsburg nur für 30 Minuten, die es allerdings in sich hatten. Die ersten beiden Mainzer Tore bereitete der 29-Jährige per Ecke vor, das 3:1 erzielte er mit einem verwandelten Handelfmeter selbst. "Nadiem ist eine Möglichkeit für den Kader", scherzte Fischer und lachte. Mwene hat den ersten Einsatz nach einer längeren Verletzungspause, die Anfang Dezember begann, ebenfalls gut überstanden.
Kawasaki wird untersucht
Zu früh kommt das Spiel bei RB Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) für Andreas Hanche-Olsen. Er wurde diese Woche zwar wieder auf dem Rasen gesichtet, kann allerdings nur individuell trainieren. Sota Kawasaki musste am Mittwoch das Training abbrechen, die genaue Diagnose steht noch aus. Es wird noch ein CT oder MRT gemacht.