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Konkurrenz patzt: Bundesliga winkt zusätzlicher Champions-League-Platz

kicker

Eintracht Frankfurt hat es am Mittwochabend nicht nur verpasst, sich mit einem Achtungserfolg aus der Champions League zu verabschieden. Mit einem Sieg gegen die Tottenham Hotspur hätten die kriselnden Hessen indirekt auch ihre eigenen Aussichten auf eine Europapokal-Teilnahme 2026/27 erhöhen können.

Denn auch in dieser Saison gilt: Die beiden Verbände, die im Europapokal am besten abschneiden, erhalten für die Folge-Spielzeit einen zusätzlichen Champions-League-Platz. Aus der Bundesliga wäre demnach auch der Tabellenfünfte für die Königsklasse qualifiziert, während der Siebte (oder gar Achte) in Europa oder Conference League starten dürfte.

Doch auch ohne Unterstützung der Eintracht steht die Bundesliga nach Abschluss der Champions-League-Ligaphase vielversprechend da. Sie kletterte am Mittwochabend auf den zweiten Platz im UEFA-Jahresranking und hätte damit nach jetzigem Stand einen fünften Champions-League-Teilnehmer.

Die Premier League, die fünf ihrer sechs Champions-League-Teilnehmer direkt ins Achtelfinale brachte und Newcastle United zusätzlich in die K.-o.-Runden-Play-offs, steht mit riesigem Abstand an der Spitze und kann sich schon jetzt darauf einstellen, auch für die neue Saison einen Extra-Startplatz zu erhalten. In der vergangenen Saison hatte sie sich diesen gemeinsam mit La Liga geschnappt.

Spanien verliert gleich zwei Teilnehmer, Italien den Meister

Die Bundesliga geht mit knappem Vorsprung vor Portugal, Spanien und Italien in die K.-o.-Phase. Sie profitierte davon, dass am Mittwoch gleich vier spanische Klubs (Real, Atletico, Bilbao, Villarreal) verloren und auch drei italienische (Neapel, Atalanta, Juventus) patzten. Hätte Dortmund gegen Inter nicht mit 0:2 den Kürzeren gezogen, wäre der Vorsprung auf die Serie A noch größer.

Vor allem aber könnte die Bundesliga davon profitieren, dass mit Bilbao und Villarreal zwei La-Liga-Vertreter ausgeschieden sind, während sich die Serie A (Meister Neapel) wie die Bundesliga (Frankfurt) von einem Teilnehmer verabschieden musste. Die Punkte, die die Verbände für Siege, Unentschieden und den Einzug in die nächste Runde erhalten, werden immer durch die Gesamtzahl aller Vereine des jeweiligen Verbands geteilt, die sich ursprünglich für die drei Europapokalwettbewerbe qualifiziert hatten.

In der Europa League haben sowohl in der Bundesliga (Freiburg, Stuttgart) als auch in La Liga (Real Betis, Celta Vigo) und der Serie A (AS Rom, FC Bologna) alle Teams schon vor dem finalen Spieltag den Sprung in die K.-o.-Phase geschafft, in der Conference League stehen nach Abschluss der Ligaphase der 1. FSV Mainz 05 sowie La-Liga-Vertreter Rayo Vallecano im Achtelfinale, Serie-A-Klub Florenz muss sich hingegen noch in den Play-offs beweisen. In der Europa League wirkt sich auch an diesem Donnerstagabend noch jeder Sieg, jedes Remis und jeder Platz in der Abschlusstabelle auf das UEFA-Ranking aus.

Frühe deutsche Duelle wären ein Nachteil

Sollte es sowohl in den K.-o.-Runden-Play-offs als auch im Achtelfinale der Champions League zu deutschen Duellen kommen - was nach dem Mittwochabend gut möglich ist -, wäre das ein Nachteil für die Bundesliga, die sich damit zwangsläufig von Klubs verabschieden müsste. Italien und Spanien droht ein solches Szenario in beiden Runden nicht.

Sollte der BVB bei der Auslosung der Play-offs am Freitag (12 Uhr, LIVE! bei kicker) statt Leverkusen Atalanta Bergamo als Gegner ziehen, wäre das dagegen ein entscheidendes Duell für die Bundesliga-Chancen auf den zusätzlichen Champions-League-Platz. Auch die Frankfurter Sympathien wären dabei klar verteilt.