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Gebhardt wird erneut zum Helden: "Wussten, der hält wieder ein paar"

kicker

Wer es mit dem SSV Jahn Regensburg hält, erlebte am Freitagabend eine emotionale Achterbahnfahrt. Gut gestartet und in Führung gegangen, entglitt den Gästen in Ingolstadt nach dem Seitenwechsel die Partie, ehe die Oberpfälzer sich trotz Unterzahl vom Punkt durchsetzten. "Die erste Halbzeit war gut. Wir haben da weitergemacht, wo wir gegen 1860 aufgehört haben", lobte SSV-Coach Michael Wimmer, dem der Umschwung im zweiten Durchgang nicht entgangen war: "Die zweite Halbzeit müssen wir aufarbeiten."

SSV-Kollektiv siegt auch dank Fans

Teil dieser Aufarbeitung dürfte unter anderem der Platzverweis gegen Noel Eichinger sein, den Wimmer aber explizit nicht als Erklärung für das Abbauen seiner Schützlinge hernehmen wollte. "Unabhängig von der Roten Karte haben wir vorne den Zugriff verloren und schon vor der Roten Karte hat Ingolstadt mehr vom Spiel gehabt." Da helfe auch die Großchance auf das 2:0 nicht, die der Jahn ungenutzt ließ.

Dass das Auf und Ab des SSV schlussendlich auf einem Hoch endete, nötigte Wimmer nach der Unterzahl und dem verlorenen Momentum jedoch umso mehr Respekt ab. "Mit der Roten Karte war es dann schwer und nur noch verteidigen. Das haben wir mit Glück und Geschick und den Fans im Rücken gemacht", lobte der 45-Jährige auch die mitgereisten Jahn-Anhänger und hielt fest: "Die Mannschaft passt, das Gefüge passt. Sie fighten miteinander und füreinander. Das war heute der Schlüssel."

Gebhardt wie in Ansbach

Und doch gab es am Freitagabend einen Akteur, der aus dem kämpfenden Kollektiv herausstach: Schlussmann Felix Gebhardt, der im Elfmeterschießen mit zwei Paraden zum Matchwinner avancierte. Nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit, wie Wimmer anmerkte: "Natürlich ist ein Elfmeterschießen immer Glückssache, aber der Felix hat in Ansbach schon ein paar gehalten und da wussten wir, der hält wieder ein paar." Der Glaube ans Weiterkommen war daher immer da: "Uns war klar, dass wir das Elfmeterschießen gewinnen können."

Beim Zweitliga-Absteiger, der erneut im Abstiegskampf steckt, scheint also ein gewisses Selbstverständnis zurückzukehren, das - wie die eingeleitete Trendwende in der 3. Liga (drei Siege aus den letzten vier Spielen) - in der kommenden Partie auf eine große Probe gestellt wird.

Ein "schweres Auswärtsspiel" erwartet Regensburg laut Wimmer in Aachen, weshalb er sich "Vollgas" darauf vorbereiten wolle - allerdings erst nach einem langen Wochenende: "Wir haben gesagt, wenn wir eine Runde weiterkommen, bekommen die Jungs bis Dienstag frei. Das haben sie sich verdient."