Neben Spielern mit hohem Marktwert wie Harry Kane (8,5 Millionen Euro) oder Serhou Guirassy (6,5 Mio.) braucht ein ausgewogenes Managerteam auch günstigere Spieler, weil das Budget bekanntlich mit 42,5 Millionen Euro gedeckelt ist. Doch wer günstig ist, ist das meist nicht grundlos. Fehlende Spielzeit aufgrund hoher Konkurrenz im Team, des jungen Alters oder der geringen Erfahrung sind oft die Gründe. Aber es gibt Ausnahmen.
Filippo Mane (Borussia Dortmund)
Beim Dortmunder Erstrunden-Sieg am Montag in Essen (1:0) rechts in der Dreierkette aufgeboten: der 20-jährige Filippo Mane. Der Abwehrspieler hat mit 0,5 Millionen Euro den niedrigsten Marktwert im Managerspiel, weil bisher lediglich fünf Drittligaspiele für die BVB-Reserve in seiner Vita stehen - Bundesliga-Erfahrung fehlt ihm komplett. Das kann sich aber schon am Samstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) auf St. Pauli ändern, da mit Julian Ryerson, Waldemar Anton, Ramy Bensebaini, Daniel Svensson und eben dem 20-jährigen Mane aktuell kaum mehr einsatzfähige Defensivspieler im Kader zu finden sind.
Patrice Covic (Werder Bremen)
Die Bremer schieden am Freitag in Bielefeld knapp mit 0:1 aus, einer der Lichtblicke: Patrice Covic. Der erst 18-jährige Mittelfeldspieler durfte unter Trainer Horst Steffen von Beginn an ran und schlug sich wacker. Da ihm jegliche Profi-Erfahrung fehlt, hat ihn die kicker-Redaktion ebenfalls mit dem geringsten Marktwert versehen.
Aufgrund der aktuellen Verletzungssorgen (Jens Stage/Fußprobleme, Mitchell Weiser/Kreuzbandriss, Amos Pieper/ Hüftverletzung, Maximilian Wöber/Oberschenkelverletzung) sowie der Lücken im Kader stehen die Chancen auf erste Bundesligaminuten am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) in Frankfurt für den Kroaten demnach nicht schlecht.
Alexander Rössing-Lelesiit (Hamburger SV)
Ebenfalls 18 Jahre alt ist Hamburgs offensiver Mittelfeldspieler Alexander Rössing-Lelesiit und auch er bekam das Vertrauen für die Startformation von Coach Merlin Polzin beim 2:1 beim Oberligisten FK Pirmasens. Weil der HSV für das "Super-Talent" - wie Polzin ihn bezeichnet - im Januar drei Millionen Euro Ablöse an Lilleström bezahlt hat und er bereits zwei Einsätze in der 2. Liga vorweisen kann, liegt sein kicker-Marktwert bei 0,6. Aufgrund der Verletzung von Jean-Luc Dompé (Sprunggelenk) dürfte der Youngster die eine oder andere Chance bei den Rothosen erhalten. Erste Gelegenheit: am Sonntag bei Borussia Mönchengladbach (17.30 Uhr, LIVE! bei kicker).
Sicherlich gibt es noch mehr Talente, die zwar günstig sind, aber womöglich in dieser Saison mehr Spielzeit erhalten, als erwartet. Augen auf und clever einkaufen ist demnach die Devise. Ein gutes Beispiel aus der Vorsaison heißt Max Rosenfelder. Freiburgs Innenverteidiger ging 2024/25 mit einem Marktwert von 0,5 Millionen ins Rennen. In dieser Spielzeit kostet er schon 2,0 Millionen.