In der Fohlenwelt, dem interaktiven Vereinsmuseum des Klubs, sind Borussias jüngste Himmelsstürmer schon jetzt verewigt. Eine eigene Vitrine ist dem U-17-Jahrgang gewidmet, der Mitte Juni den Gewinn der Deutschen Meisterschaft feierte. Exponate wie die offizielle U-17-Meisterschale, die Meister-Medaille und der Meister-Wimpel werden gezeigt. Und geht es nach den Wünschen der Verantwortlichen, soll das Vergangene in eine glänzende Zukunft münden. "Wir haben klar den Auftrag definiert, dass wir diese 'Goldene Generation' entwickeln und durchbringen müssen. Den einen oder anderen Spieler müssen wir im großen Stadion sehen, das ist das Ziel", sagt Sport-Geschäftsführer Roland Virkus.
Mit der U-17-Meisterschaft "erste Früchte geerntet"
Wer Borussias Verantwortlichen genau zuhört in diesen Tagen, gewinnt den Eindruck, dass sie es ernst meinen mit ihrer Ansage - noch ernster, als dies in der Vergangenheit ohnehin schon der Fall war. Diese Entschlossenheit liegt nicht allein darin begründet, dass die "Fohlen-Philosophie“ von jeher als Teil der Klub-DNA betrachtet wird, sondern auch an einer außergewöhnlichen Perspektive. Weit über den Kreis der U-17-Meister, Spieler des Jahrgangs 2008, hinaus, lassen sich in Borussias Nachwuchsmannschaften sehr vielversprechende Talente finden. "Mit der Meisterschaft in der U 17 haben wir erste Früchte geerntet. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass auch unsere U 19 eine sehr gute Saison gespielt hat und sehr unglücklich im Elfmeterschießen an Werder Bremen gescheitert ist", sagt Virkus.
Beim Start in die Saisonvorbereitung am vergangenen Sonntag stand der erst 16 Jahre alte Wael Mohya mit den Profis auf dem Rasen. Das Supertalent, das mit der gerade erst erfolgten Vertragsverlängerung ein wichtiges Signal ausgesendet hat, entstammt dem Meisterjahrgang 2008. Aber auch den "2007ern" wird eine Menge Potenzial bescheinigt. Zu ihnen zählen etwa Niklas Swider (18) und Kilian Sauck (18), die sich seit längerer Zeit bei Cheftrainer Gerardo Seoane bewähren dürfen. Bereits im vergangenen Dezember war der damals noch 17-jährige Swider in den Profikader aufgerückt. "Das wird der Weg der Borussia sein, jungen Spielern wieder diese Plattform zu geben", sagt Virkus mit Blick auf Mohya, Swider, Sauck und die vielen anderen Perspektivspieler, denen der Sprung nach oben zugetraut wird.
Der Weg für die nächsten drei bis fünf Jahre
Dass der Klub den Weg mit der Jugend konsequent verfolgen will, das hat auch Borussias CEO noch einmal unterstrichen. "Borussia muss zurück zum 'Fohlenfußball'. Das ist die Strategie. Wir wollen junge Talente entwickeln, besser machen, sie heranführen. Wir werden sie möglicherweise nicht immer halten können, aber wir wollen wieder der Verein sein, der Borussia war", betonte Geschäftsführer Dr. Stefan Stegemann beim Vorbereitungsstart. Das sei die Richtung, der Weg für die nächsten drei bis fünf Jahre. "Mut zur Jugend - das ist eine ganz dicke Überschrift", sagte Stegemann.