Zuletzt drei Niederlagen in Folge, dann der bereits vierte Kreuzbandriss in dieser Saison, diesmal hatte es Jonas David erwischt - Ulm ging arg gebeutelt in das Duell mit dem VfB Stuttgart II. Aber auch in der Hoffnung, den Bock umstoßen zu können. Das Donaustadion war mit über 15.000 Zuschauern voll, die Stimmung gut. Und nach 19 Minuten noch besser. Nach zwei Gästechancen schlug Ulm durch André Becker quasi aus dem Nichts zu.
Was wäre gewesen, hätte VfB-Keeper Florian Hellstern nur drei Minuten später den Versuch von Dennis Chessa nicht glänzend entschärft? Schwer zu sagen, denn der VfB kam schon in der 29. Minute zum Ausgleich: Noah Darvich traf überlegt zum 1:1. Und nach der Pause leistete sich Ulm zwei folgenschwere Fehler, die Mansour Ouro-Tagba zum Doppelpack nutzte.
"Wir haben den Gästen einfach zwei Geschenke gemacht", haderte Moritz Glasbrenner bei MagentaSport. "Das ist ein Spiel, da musst du mindestens einen Punkt mitnehmen", meinte der Coach. Allerdings hatte schon vor der Pause nur der VfB noch gute Chancen, nach dem 1:3 ließ der SSV zudem das letzte Aufbäumen vermissen. "Wir tun uns schon schwer im letzten Drittel", so Glasbrenner. "Natürlich haben wir viel Unruhe, wie man gesehen hat, das macht uns nicht besser."
Mit der vierten Niederlage hintereinander muss Ulm es aber besser machen, will der Absteiger nicht auf Dauer auf einem Abstiegsplatz feststecken. "Wir wissen, was uns fehlt", meinte der 35-Jährige, der mit sieben Punkten aus seinen ersten drei Spielen hervorragend gestartet war, nach vier Niederlagen aber nun unter Zugzwang steht. "Es tut natürlich weh, dass wir hier zu Hause so ein Spiel abliefern", so Glasbrenner.
Erneut Heimrecht
Am kommenden Samstag genießt Ulm wieder Heimrecht. Gelingt gegen Hansa Rostock da die Trendwende? "Wir müssen wieder aufstehen", sagte Glasbrenner noch, "wir dürfen uns nicht anstecken lassen". Mit Blick auf die Tabelle müssen die Spatzen auch langsam wieder aufstehen.