Rangnick nicht ganz zufrieden
Perfekt war der Abend aufgrund des Last-Minute-Treffers durch Florin Tanase für das österreichische Nationalteam zwar nicht, dennoch durfte die Elf von Ralf Rangnick nach dem verdienten 2:1-Erfolg über Rumänien über einen erfolgreichen Start in die WM-Qualifikation jubeln. "Wir haben eine Stunde richtig gut gespielt, in beide Richtungen mit und gegen den Ball. In den ersten 15 Minuten hatten wir Probleme, ins Spiel zu finden. Da waren die Rumänen auch physisch präsent", analysierte Rangnick das Spiel im ORF-Interview.
Den Dosenöffner für Österreich fand ausgerechnet der in Freiburg zuletzt kaum spielende Michael Gregoritsch. "In der Nationalmannschaft ist es für mich immer sehr einfach zu spielen. Die Mannschaft hilft mir extrem und das ist mein Job, in solchen Situationen dazustehen", erklärte der Stürmer, der kurz vor der Pause sehenswert nach einem weiten Einwurf getroffen hatte. Eine Variante, die die Österreicher während der Trainingswoche in Seefeld einstudiert hatten.
Ein Zufallsprodukt war hingegen der zweite Treffer von Marcel Sabitzer, dessen Schuss von der rumänischen Hintermannschaft gleich zweimal abgefälscht wurde. "Ich bin sehr froh, dass ich der Mannschaft wieder helfen konnte"", erklärte der Dortmund-Legionär. "Wenn man das Spiel betrachtet, ist es ein verdienter Sieg. Mir wäre es ein bisschen höher lieber gewesen."
Rangnick sieht Verbesserungspotenzial
Das sah auch Rangnick so, der sichtlich mit dem Gegentreffer haderte: "Mich ärgert das Tor in der letzten Minute. Wir wollten unbedingt zu null spielen." Letztlich sei jedoch entscheidend gewesen, mit drei Punkten in die WM-Qualifikation zu starten. "In Summe sind wir sehr zufrieden mit dem Sieg heute", erklärte Sabitzer.
Am Dienstag (20.45 Uhr. LIVE! bei kicker) wartet auf Österreich das Auswärtsspiel in San Marino. Der Fußball-Zwerg verlor am Samstagnachmittag beim immer noch makellosen Tabellenführer Bosnien-Herzegowina nur mit 0:1. Verbesserungspotenzial für die Partie gegen den Letzten der FIFA-Weltrangliste ortete Rangnick angesichts der schwachen Schlussminuten gegen Rumänien jedenfalls zur Genüge: "Die letzte Viertelstunde hat mir nicht gefallen. Darüber reden wir morgen."