Österreichs Nationalspieler haben ihren Blick nach dem mit 10:0 historisch hoch ausgefallenen Pflichtsieg in Wien gegen San Marino bereits auf das nächste Schlüsselspiel auf dem Weg zur WM-Endrunde nach Nordamerika gerichtet. Am Sonntag (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker) treffen die Österreicher in Bukarest auf Rumänien. "Wir wissen, dass wir dort einen sehr, sehr entscheidenden Schritt gehen können", sagte Stürmer Michael Gregoritsch.
Bosnien ist nach einem 2:2 auf Zypern am Sonntag spielfrei. Die Österreicher könnten ihren Vorsprung auf den ersten Verfolger zwei Runden vor Schluss der WM-Quali wohl vorentscheidend auf fünf Zähler ausbauen. "Es ist uns relativ egal, was Bosnien macht", betonte Gregoritsch. "Wir müssen einfach gewinnen." Seit dem September-Doppel, als man einem 1:0 gegen Zypern einen 2:1-Auswärtssieg in Bosnien hatte folgen lassen, habe man alles in der eigenen Hand.
Gute Erinnerungen an Bukarest
"Wir haben in den wichtigen Spielen im September sehr viel Mentalität gezeigt und diese Spiele gewonnen. Wir stehen sehr stabil da und spielen ordentlichen Fußball", meinte Gregoritsch. Im Schatten des neuen ÖFB-Rekordmannes Marko Arnautovic hat der Steirer in sieben der jüngsten zehn Länderspiele getroffen. Eines seiner wichtigsten Tore erzielte Gregoritsch 2021 in Bukarest. Damals gelang ihm im EM-Auftaktspiel gegen Nordmazedonien (3:1) die 2:1-Führung.
Im selben Stadion fixierte das ÖFB-Team mit einem 1:0 gegen die Ukraine auch den Einzug ins EM-Achtelfinale. "Es ist nicht weniger emotional geworden, hier für das Nationalteam zu spielen", betonte Gregoritsch. "Vielleicht schließt sich am Sonntag ein Kreis und wir können dort ein drittes schönes Erlebnis haben." Man werde auf jeden Fall sehr gut vorbereitet, motiviert und fokussiert sein. Daran habe auch der Kantersieg gegen San Marino nichts geändert. "Das ist eine schöne Pflicht, die wir mit vielen Toren eingesammelt haben. Am Sonntag geht es weiter."
Ähnlich sah das Arnautovic, der als frisch gebackener ÖFB-Rekordtorschütze nach Rumänien fliegt. "Ich denke, so viel Selbstvertrauen, wie wir die letzte Zeit getankt haben, gehen wir mit breiter Brust dorthin", meinte der 36-Jährige. "Auch dort gilt vollste Konzentration. Wir sind bereit." Ihr Gesicht hätte die Mannschaft gegen San Marino bewiesen. Zwar ging es gegen den Weltranglisten-Letzten. "Aber nicht jeder gewinnt 10:0", betonte Arnautovic nach dem höchsten Sieg der ÖFB-Geschichte.