Dass der SV Waldhof Mannheim sich in der Offensive würde verändern müssen, war nach der abgelaufenen Spielzeit klar. Mit 43 Treffern stellte der Waldhof die zweitschwächste Angriffsreihe der Liga, der nach Kushtrim Asallari nun auch Emmanuel Iwe frisches Leben einhauchen soll. Der 24-Jährige wechselt vom Hardtwald ins Carl-Benz-Stadion. Über die Vertragsdauer gibt es keine Angaben.
"Wir haben uns intensiv mit Emmanuel beschäftigt und sind zu dem Entschluss gekommen, dass er sehr gut in unser Offensivkonzept passt", begründet Gerhard Zuber, Geschäftsführer Sport der Mannheimer, die Entscheidung für den Flügelstürmer. Dessen Stärken lägen in "seiner großen Geschwindigkeit" sowie einer "körperlichen Robustheit": "Wir sehen weiterhin viel Potenzial in ihm und wollen ihm hier die Möglichkeit geben, dieses voll auszuschöpfen."
„Dass uns im letzten Drittel Tempo gefehlt hat, war offensichtlich.“ (Waldhof-Sportdirektor Mathias Schober)
Für Sportdirektor Mathias Schober ist Iwe mit seinen Qualitäten die Lösung für ein deutlich erkennbares Problem der Buwe: "Dass uns im letzten Drittel Tempo gefehlt hat, war offensichtlich. Daher haben wir gezielt nach einem Spielerprofil wie dem von Emmanuel gesucht und uns letztlich für ihn entschieden." Ein Ansatz, den Zuber jüngst bekräftigte. Schon Asallari war mit der klaren Vorstellung verpflichtet worden, "mehr Torgefahr über die Flügel" zu entwickeln.
Iwe voller Vorfreude auf Fans
Iwe selbst zeigte sich unter anderem von der Unterstützung der Mannheimer Anhänger begeistert. "In beiden Spielen der vergangenen Saison habe ich die Energie und Leidenschaft der Fans gespürt - das hat mich tief beeindruckt." Entsprechend groß sei die Vorfreude darauf, "künftig in diesem großen Stadion vor so vielen begeisterten Anhängern spielen zu dürfen".
In der vergangenen Spielzeit war Iwe beim SV Sandhausen in 30 Drittligaspielen zum Einsatz gekommen. Dabei gelangen ihm drei Treffer und vier Assists, die den Abstieg des SVS in die Regionalliga jedoch nicht verhindern konnten. Bei den Mannheimern, die den Gang in die 4. Liga auf Platz 16 knapp abwenden können, soll es nun besser laufen.