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Großer Umbruch am Kaiserstuhl: Der Bahlinger SC testet vielversprechend

kicker

Wenn so viel neu ist, dann ist ein erstes positives Gefühl besonders wichtig: Der 5:4-Testspielerfolg beim Zweitligisten Karlsruher SC hat im Bahlinger Umfeld für vorsichtigen Optimismus gesorgt. Auch die Leistungen beim Turnier in Hausen, als der Bahlinger SC die U 21 des VfL Bochum mit 1:0 bezwang und gegen den Gastgeber VfR Hausen (Verbandsliga) 1:1 spielte, stimmen eher positiv. "Wir haben bis zum Saisonstart noch vier Wochen und spielen noch längst nicht so, wie ich mir das vorstelle", ordnete Stefan Reisinger seine Sicht der Dinge ein.

Der Ex-Profi, unter anderem beim SC Freiburg, ist einer von vielen Neuen am Kaiserstuhl. Der Nachfolger von Trainer Dennis Bührer hatte es in Hausen und dem Duell mit dem Nachwuchs des VfL Bochum auch mit einem Ex-Kollegen beim SC Freiburg zu tun. Mit Heiko Butscher, der die U 21 des VfL Bochum trainiert, sei er als Spieler oft verwechselt worden, berichtet Reisinger lächelnd.

Neun Spieler kamen

Doch nicht nur der Trainer ist neu beim südbadischen Verbandspokalsieger. Neun Spieler hat der Verein dazugeholt, zehn haben den Club verlassen. Auch in den vergangenen Tagen kam noch einmal Bewegung in den Kader. Nach dem Zugang Marco Rienhardt meldet der Regionalligist nun den Abgang von Ismael Mansaray. Der Innenverteidiger, der sich nach kurzer Eingewöhnungsphase zum Leistungsträger in der BSC-Defensive entwickelte, schließt sich dem Drittliga-Absteiger Borussia Dortmund II an. "Ismael ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie junge Spieler sich beim BSC weiterentwickeln und dann den nächsten Schritt in ihrer Karriere machen können", sagte der sportliche Leiter Walter Adam. Man wolle aufstrebenden Talenten keine Steine in den Weg legen. Der Abgang von Mansaray ist sportlich dennoch nicht leicht zu verkraften. Das große Talent des Abwehrspielers war gerade in der Rückrunde immer mehr sichtbar gewesen.

Schon seit dem Wochenende ist bekannt, dass Rienhardt vom FC Astoria Walldorf zu den Bahlingern wechselt. Der 1,90 Meter große Angreifer habe nicht nur fußballerische Qualitäten, sondern bringe auch "gezielt körperliche Präsenz und Größe" ein, so Adam. Der 26-jährige Rienhardt, der im Herbst 2023 für ein halbes Jahr beim libanesischen Erstligisten Safa Beirut spielte, ist der neunte Zugang der Kaiserstühler.

Zuvor hatten die Bahlinger bereits die Wechsel von Alex Echner (FC Denzlingen), Rico Wuttke (SpVgg Greuther Fürth), Luca Petzold (Greifswalder FC), Ferdinand Scholl (FC Gießen), Mike Manegold (SGV Freiberg), Karim El-Abed (BFC Dynamo Berlin), Erijon Shaqiri (Wormatia Worms) und Samet Yilmaz (FC 08 Villingen) bestätigt. Wie der Kader, auch im Vergleich zum Vorjahr, einzuschätzen ist, das fällt aktuell noch schwer. Gerade auch, da nach den Abgängen langjähriger Stützen wie Yannick Häringer auch die Rangordnung im Team erst wieder neu wachsen muss.

Start gegen Offenbach

Bis zum Saisonstart am 2. August gegen Kickers Offenbach bleiben Stefan Reisinger und Co. nun noch gut drei Wochen. Es gilt schnell Mechanismen zu entwickeln, um möglichst bald wieder über die gewohnten Attribute verfügen zu können. Das oberste Saisonziel bleibt auch in diesem Jahr der Klassenerhalt, ob mehr möglich ist, hängt auch davon ab, wie lange die Findungsphase nach dem Umbruch andauert.

Dabei strahlt auch ein großes Saisonhighlight bereits voraus: Der Vorverkauf für das DFB-Pokalspiel am Samstag, 16. August, 15.30 Uhr gegen den Bundesligisten 1. FC Heidenheim ist gestartet worden. Tickets können über die Homepage des Bahlinger SC erworben werden sowie im Rahmen der offiziellen Mannschaftsvorstellung am Mittwoch, 16. Juli, 18 Uhr, im Bahlinger Ortskern (Laube).