Es kann gut sein, dass Manchester City vor dem Klub-WM-Achtelfinale gegen Al-Hilal (Dienstag, 3 Uhr, LIVE! bei kicker) ein paar ungewöhnliche Fans in der Heimat auf seiner Seite hat: Meister FC Liverpool und Vizemeister FC Arsenal hätten ganz bestimmt nichts dagegen, wenn die Mannschaft von Pep Guardiola noch ein paar Tage länger in den USA bleiben "muss". Umso weniger Zeit bliebe dem Titelkonkurrenten schließlich, um sich auf die neue Premier-League-Saison vorzubereiten.
"Ich versuche nicht daran zu denken, sonst würde es mich zu sehr beunruhigen", sagte Guardiola zum möglichen Vorteil für Liverpool, Arsenal & Co. "Wir werden uns so lange ausruhen, wie es die Premier League uns erlaubt, und dann Spiel für Spiel, Monat für Monat weiterschauen."
Vielleicht werde er um den Jahreswechsel dann sagen: "Wir sind eine Katastrophe. Wir sind erschöpft. Die Klub-WM hat uns zerstört." Aber das wisse jetzt noch niemand. "Ich versuche entspannt zu bleiben und die Tage hier zu genießen."
Klopps Aussagen haben Guardiola "nicht überrascht"
Guardiolas langjähriger Rivale Jürgen Klopp hat die Klub-WM gerade als "schlechteste Idee, die jemals umgesetzt wurde", bezeichnet - er wittert eine Verletzungsflut in der neuen Saison, spätestens bei der WM 2026. "Wir haben bei UEFA-Sitzungen viel zusammen gestritten und darüber diskutiert, wie man den Trainern und Spielern mehr Pausen verschaffen kann. Deswegen haben mich seine Aussagen nicht überrascht, ich verstehe ihn. Die Situation ist nicht ideal", sagte Guardiola dazu einerseits.
Andererseits sei er anders als Klopp - der inzwischen als Funktionär bei Red Bull tätig ist - noch Trainer und müsse sich daher an die Regeln von FIFA, UEFA und Premier League halten. Und außerdem ist sich Guardiola sicher, dass sich vor allem Klubs kritisch zu dem neuen Wettbewerb äußern, die nicht qualifiziert sind, in Wahrheit aber auch "liebend gerne" dabei wären.