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"Hatte keine einfache Situation": Kopacz kämpft sich zurück und wird belohnt

kicker

"Ich bekomme den Ball, kann frei auf das Tor zudribbeln und sehe, dass keiner rauskommt", beschrieb Osnabrücks David Kopacz die Momente vor seinem Treffer in der 40. Spielminute in Schweinfurt. Dann "ziehe ich einfach mal ab", dachte sich der Osnabrücker Offensivspieler rund 25 Meter vor dem Tor noch, bevor der Ball auch schon unhaltbar die Linie überquerte und Kopacz zum Jubeln abdrehte.

Mit diesem sehenswerten Weitschusstor brachte er seine Farben in einem zähen Spiel beim Tabellenschlusslicht auf Siegkurs. In der zweiten Hälfte hätte Kopacz einen weiteren Treffer erzielen können, legte am Ende eines Konters jedoch uneigennützig für Robin Meißner auf, der zum 2:0 traf. Weil anschließend nur noch der folgenlose Anschlusstreffer fiel, wurde Kopacz aber auch so zum Matchwinner und durfte nach Abpfiff mit seinen Teamkollegen den sechsten Saisonsieg bejubeln.

Auf solche Glücksmomente musste der 26-Jährige lange warten. Im Sommer schloss sich Kopacz ablösefrei dem VfL an, nachdem sein Vertrag in Ingolstadt nach drei Jahren ausgelaufen war. An den ersten beiden Spieltagen stand er dann direkt auch in der Startelf, blieb aber sowohl beim 0:0 gegen Aachen (kicker-Note 3,5) als auch beim 1:3 in München (5,0) glücklos. Anschließend war Kopacz außen vor, nur zwei Kurzeinsätze kamen bis zu diesem Wochenende hinzu.

"Ich hatte keine einfache Situation, bin ein paar Mal nicht im Kader gewesen oder habe nur eine kurze Spielzeit bekommen", schilderte Kopacz die Gegebenheiten bei MagentaSport. Was waren aber die Gründe dafür, dass er so lange keine Rolle spielte?

Schultz: "Gutes Training zahlt sich immer aus"

Die Antwort darauf war bei Timo Schultz zu finden, der nur wenige Worte über Kopacz verlor, die aber eindeutig zu interpretieren waren. "Gutes Training zahlt sich auf Dauer immer aus", lautete die klare Ansage des Trainers.

Der Nachfrage, ob er es in den Wochen seiner Kader-Absenz wirklich an der Leistung und Einstellung im Training hat vermissen lassen, wich Kopacz aber lieber aus. "Wenn man nicht spielt, wenn man nicht dabei ist, muss man sich über das Training, über die Testspiele empfehlen, "anders geht es nicht. Das habe ich gemacht." Bereits beim Testspiel unter der Woche gegen den HSV (3:1) glänzte Kopacz in der ersten Hälfte mit einem Doppelpack. Neben seiner Steigerung im Training dürfte auch dies den Ausschlag dafür gegeben haben, dass er auch in einem Pflichtspiel seine Startelf-Rückkehr feiern durfte.

Dass dieser Status aber nur eine weitere Momentaufnahme ist, dürfte auch Kopacz nun klar sein. Aber: "Wenn er wieder gut trainiert", verriet Schultz, "ist die Wahrscheinlichkeit hoch", dass er auch kommenden Samstag gegen Duisburg (14 Uhr, LIVE! bei kicker) wieder in der Startformation stehe.