Erst vor eineinhalb Jahren hatte Derrick Köhn bei Galatasaray einen Vertrag bis Sommer 2026 unterschrieben und damit Zweitligist Hannover 96 einen Geldregen in Höhe von knapp 3,4 Millionen Euro beschert. Letztlich aber absolvierte er seither nur 16 Pflichtspiele im Trikot des türkischen Rekordmeisters. Und nun endet dieses Kapitel komplett.
Köhn schließt sich stattdessen Union Berlin an. Wie Galatasaray bekanntgab, zahlen die Köpenicker für den Außenverteidiger eine Sockelablöse von 4 Millionen Euro, hinzu kommen mögliche Bonuszahlungen von 500.000 Euro. Zudem sicherten sich die Türken eine Weiterverkaufsbeteiligung: Wird Köhn von Union weiterverkauft, werden von der entsprechenden Ablöse zwei Millionen Euro abgezogen und Galatasaray erhält 20 Prozent des Restbetrags. Köhns Arbeitspapier bei Union soll nach kicker-Informationen über drei Jahre laufen.
„Derrick bringt Tempo, Durchsetzungsfähigkeit und Bundesliga-Erfahrung mit.“ (Union-Geschäftsführer Horst Heldt)
"Union passt zu mir - ein Klub mit Haltung, klarer Idee und großem Zusammenhalt. Ich möchte meine Qualitäten auf der Außenbahn einbringen und bin überzeugt, dass diese gut zur Spielweise der Mannschaft passen", wird Köhn auf der Vereinswebsite zitiert. "Jetzt bin ich gespannt auf die Mannschaft, die Fans und das Umfeld in Berlin und freue mich sehr darauf, das alles kennenzulernen".
Rückkehr in die Bundesliga
Unions Geschäftsführer Horst Heldt erklärte: "Derrick bringt Tempo, Durchsetzungsfähigkeit und Bundesliga-Erfahrung mit. Wir trauen ihm zu, unserer Mannschaft auf Anhieb helfen zu können, und er passt auch charakterlich gut zu uns. Mit seiner Flexibilität und seinem Offensivdrang eröffnet er uns zusätzliche Optionen auf der linken Seite."
Der 26-Jährige kehrt damit in die Bundesliga zurück, wo er auch in der vergangenen Saison leihweise spielte. Nach einem Jahr bei Werder Bremen wollten die Norddeutschen den gebürtigen Hamburger eigentlich gerne halten. Die Kaufoption in Höhe von 5,125 Millionen Euro war den Bremern allerdings zu hoch und wurde entsprechend abgelehnt. Einen Kompromiss - im Raum stand ein Angebot von kolportierten bis zu 3,5 Millionen Euro - fanden die beiden Teams nicht.
Köhn bringt Erfahrung aus 53 Spielen in der 2. Liga (8 Tore) und 27 Bundesliga-Partien (2 Tore) mit, zudem kam der linke Schienenspieler auch schon international zum Einsatz, beispielsweise in der Champions-League-Qualifikation.
Wiedersehen mit Burke
Für Bremen stand der ehemalige deutsche U-19-Nationalspieler in der vergangenen Saison in insgesamt 30 Pflichtspielen auf dem Rasen (27-mal in der Liga, 3-mal im DFB-Pokal), darunter 17-mal in der Startelf. Seine Ausbeute betrug zwei Tore sowie zwei Assists bei einem kicker-Notenschnitt in der Bundesliga von 4,00. In Köpenick trifft er nun auf seinen ehemaligen Werder-Teamkollegen Oliver Burke, der ebenfalls im Sommer bei Union unterschrieb.