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Hertha prüft Rückkauf der Anteile

kicker

"Aus der Portokasse können wir’s nicht bezahlen. Aber wir prüfen alle Möglichkeiten, wie es die Situation zulässt und ob es eine Möglichkeit gibt, dass wir wenigstens die Mehrheit der Anteile wieder zu uns ziehen können. Das muss immer unser Ziel sein", sagte Hertha-Präsident Fabian Drescher am Samstagabend in einer Medienrunde nach der knapp siebenstündigen Mitgliederversammlung des Zweitligisten in der Berliner Messehalle 20.

"A-CAP will uns schon verkaufen"

Das US-Unternehmen 777 Partners hatte im März 2023 die 64,7 Prozent der Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA von Vorgänger-Investor Lars Windhorst erworben und im Zuge einer Kapitalerhöhung seinen Anteil über eine Mischung aus Stamm- und Vorzugsaktien auf 78,8 Prozent erhöht. Nach der finanziellen Implosion des 777-Kosmos gingen die Hertha-Anteile an 777-Hauptgläubiger Advantage Capital Holdings LLC (A-CAP) über. Genauer: Dem Vernehmen nach hält seit Juni ACM Delegate LLC, eine Tochterfirma von A-CAP, die Anteile. Bereits im Vorjahr hatte A-CAP die Investmentbank Moelis & Company damit beauftragt, die Verkäufe der 777-Beteiligungen an den Fußballklubs zu prüfen.

Auf Sicht rechnet der Hauptstadtklub mit einer Veräußerung seiner Anteile. "A-CAP hat uns in den Büchern und will uns schon verkaufen. So weit kann man schon gehen", sagte Herthas Finanzchef Ralf Huschen in der Medienrunde. Konkret ist dieses Szenario allerdings noch nicht. In Sachen Verkauf gebe es "nichts, von dem wir wüssten", erklärte Drescher. "Wir sind mit A-CAP in einem guten Austausch. Man spürt nicht, dass da irgendein Druck dahintersteht." Klar ist: Hertha BSC hat - was den Käufer der Anteile angeht - vertraglich ein Veto-Recht.