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Hoffenheimer Höhenflug - und was jetzt noch fehlt

kicker

4:2 in Aachen, 4:1 gegen Energie Cottbus, 5:1 bei 1860 München, 4:0 in Osnabrück und jüngst ein 4:1 gegen den entzauberten Spitzenreiter MSV Duisburg - erneut hat Hoffenheim II aufhorchen lassen. "Wir wollen in dieser Liga Statements setzen", erklärte Trainer Stefan Kleineheismann, dessen Vorhaben am Freitagabend einmal mehr umgesetzt wurde. "Die erste Hälfte war unsere bisher beste Saisonleistung", schwärmte der 37-Jährige und meinte: "Wir hätten auch noch höher gewinnen können." Man habe gesehen, "zu was wir in der Lage sind".

Dem aggressiven Pressing der TSG hatte der MSV wenig entgegenzusetzen. "Es hat sehr viel Spaß gemacht", freute sich Ayoube Amaimouni-Echghouyab nicht nur über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0 in der 42. Minute. "Die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, haben funktioniert", sagte der 20-Jährige.

Ruhe und beste Bedingungen

Der Höhenflug von "Hoffe zwo" kommt nicht von ungefähr. Es lässt sich ruhig arbeiten im Kraichgau und gleichzeitig sind die Bedingungen für Drittliga-Verhältnisse herausragend. Im Nachwuchsbereich wird seit Jahren exzellente Arbeit geleistet, das Reservoir an Talenten ist groß. Schafft ein U-23-Spieler den Durchbruch zu den Profis, steht in der U 19 schon ein anderer parat, um die Lücke zu schließen.

Zudem waren - kritisch beäugt etwa von Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz - für das Reserveteam die finanziellen Mittel da, um sich im Sommer mit Spielern wie Yannik Lührs (von Dortmund II) und Deniz Zeitler (aus Ingolstadt) zu verstärken. Ganz zu schweigen von Bundesliga-Profis wie Valentin Gendrey oder Umut Tohumcu, die schon zum Einsatz kamen.

Kleineheismann setzt auf Intensität

Doch es ist auch ein Verdienst von Kleineheismann, aus der Ansammlung an Hochtalentierten ein funktionierendes Ensemble geformt zu haben. Auf seiner ersten Station als Cheftrainer setzt der Mittelfranke im 4-2-3-1-System auf Intensität. Gegen den Ball lässt er hoch und aggressiv pressen, mit Ball will er Dominanz und Kontrolle, gibt sich akribisch und detailversessen.

Am Samstagmorgen, keine zwölf Stunden nach dem MSV-Coup, sichtete er bereits wieder Videomaterial vom FC Ingolstadt, dem nächsten Kontrahenten. "Mir ist es wichtig, nach Siegen nicht in Euphorie zu verfallen. Gleichzeitig blase ich auch nach Niederlagen kein Trübsal", erklärt der Coach.

Konstanz fehlt noch

Vor der Saison gaben die Verantwortlichen den Klassenerhalt als Ziel aus. Mit nun 24 Punkten ist die TSG-Reserve mehr als nur im Soll und rangiert fünf Zähler hinter den Aufstiegsplätzen. Trotzdem betonte Kleineheismann: "Wir wollen so schnell wie möglich 45 Punkte." Dafür, so der Trainer, brauche es vor allem Konstanz. "Woche für Woche stabil unser Leistungsvermögen auf den Platz bringen - das ist der nächste Entwicklungsschritt", skizzierte Kleineheismann.

Schließlich mischten sich unter die Statement-Siege auch weniger zufriedenstellende Ergebnisse. Gegen die aktuellen Kellerkinder Aue (1:1), Ulm (1:1), Havelse (0:0) und Schweinfurt (1:2) etwa tat sich die Hoffenheimer U 23 schwer und holte keinen Dreier. In Ingolstadt am Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker) kann die Mannschaft gegen den Tabellen-16. dem Trend widersprechen.