Nachdem am Dienstagabend statische Sicherheitsbedenken wegen des vielen Tauwassers auf dem Dach des Volksparkstadions zur Absage der Partie gegen Leverkusen geführt hatte, liefen am Mittwoch die Arbeiten laut des Klubs an. Durch das gestaute Tauwasser infolge des starken Schneefalls hatten sich auf der Dachmembran des Stadions Beulen gebildet. Stadion-Direktor und Prokurist Daniel Nolte erklärte diese Punktlast-Problematik vor TV-Kameras genauer: "Es bildet sich dann eine Last an einer Stelle, jetzt nicht flächendeckend auf dem Dach. Die Membran biegt sich dann nach unten durch. Und die Gefahr ist dann, dass die Membran reißen könnte." Der an der Dachkonstruktion befestigte sogenannte "Catwalk"-Umlauf zur Begehung könnte sich im schlimmsten Fall lösen.
Tags darauf wurde erneut ein Statiker zurate gezogen, sodass die Höhenarbeiter ihre Arbeiten im Laufe des Mittwochs am Dach aufnehmen konnten. "Am Donnerstag (15. Januar) werden zahlreiche Kräfte im Einsatz sein, um der Bewerkstelligung der erforderlichen Maßnahmen gerecht zu werden. Zudem fand auch eine erste Beurteilung des Catwalks statt", teilte der HSV mit.
Partie gegen Gladbach wackelt noch
Selbst die Austragung der Partie am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach ist demnach noch nicht gesichert. Das könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend bewertet werden, solle aber zeitnah erfolgen.
Derweil wird die DFL laut HSV zeitnah über einen Nachholtermin gegen Bayer Leverkusen entscheiden. Das wird allerdings gar nicht so einfach, da die Werkself sowohl in der Champions League spielt als auch im DFB-Pokal noch vertreten ist. Frühestens wird die Partie zwischen dem 21. und 22. Spieltag stattfinden können, wenn Leverkusen keine englische Woche hat.
Durch den starken Schneefall und witterungsbedingte Einschränkungen waren am Wochenende im Norden bereits die Partie zwischen St. Pauli und RB Leipzig sowie das Spiel Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim abgesagt worden. Die Spiele sind für den 27. Januar (20.30 Uhr) bereits neu angesetzt worden.