Abschied mit EL-Einzug
Für die AS Rom reichte es am letzten Spieltag der Saison nicht mehr für die Champions League. Der 2:0-Arbeitssieg beim FC Turin brachte zwar die benötigten Punkte, stoppte aber nicht die direkte Konkurrenz von Juventus Turin, die im Parallelspiel ebenfalls als Sieger vom Platz ging und so der Roma den Sprung auf Platz vier verwährte.
Nach dem Spiel überwogen die Emotionen, nicht etwa wegen der verpassten Königsklasse, sondern vielmehr wegen der Abschiede. Neben Trainer Claudio Ranieri, der dem Verein in beratender Funktion erhalten bleibt, verabschiedete sich auch Mats Hummels. In der 90. Spielminute eingewechselt, holte sich der 36-Jährige einen letzten Applaus ab und war entsprechend emotional nach der letzten Partie seiner Profikarriere.
"Ich weiß nicht genau, wie ich mich fühlen soll. Ich bin glücklich, traurig, voller Emotionen", zeigte sich der Weltmeister von 2014 im Interview mit DAZN überwältigt. Der 78-fache deutsche Nationalspieler kam bei seinem letzten Einsatz für drei Minuten von der Bank und wurde im Anschluss von seinen Mitspielern nochmals in den Turiner Nachthimmel gehoben.
"Ich bin froh, dass wir es doch noch in die Europa League geschafft haben - auch wenn wir nur knapp an der Champions League vorbeigeschrammt sind", so Hummels über eine Saison, in der der Routinier des Öfteren außen vor war (14 Einsätze). Dabei schienen die Worte des 36-Jährigen nach dem letzten Profispiel sowohl auf die sportliche als auch auf die persönliche Situation bei der Roma zuzutreffen: "Vielleicht ist es das beste Ende, das wir in dieser Saison nach einem so schwierigen Start hätten erreichen können."
"Es gab einen Weckruf"
Sein scheidender Trainer Ranieri resümierte ebenso die schwierige Saison mit den Giallorossi: "Es gab einen Weckruf, aber ich glaube nicht, dass man das sagen kann, denn ich habe die Mannschaft am Tiefpunkt übernommen. Die Moral und das Selbstvertrauen der Jungs war am Boden."
Ranieri erklärte, er habe "die Dinge einfach gehalten und versucht, das Vertrauen wiederherzustellen, die Mannschaft zu vereinen und ihr Glaubwürdigkeit zu verleihen". Eine Aufgabe, die dem 73-Jährigen gelungen ist, lag die Roma bei seinem Amtsantritt noch zwölf Punkte hinter dem internationalen Geschäft und auf Rang zwölf.