Das Netto-Jahresergebnis beläuft sich nach Angaben des Klubs auf minus 15,556 Millionen Euro und wurde damit um 17,767 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresergebnis verbessert. Die Sachkosten konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr um weitere vier Millionen Euro gesenkt werden. Das Netto-Jahresergebnis 2024/25 sei - mit 10,818 Millionen Euro - stark beeinflusst durch die hohen, vergangenheitsbedingten Abschreibungen und den Abgang von Restbuchwerten. Diese beiden Positionen hätten keinen Abfluss von Liquidität zur Folge gehabt. Unter zusätzlicher Berücksichtigung des Finanzergebnisses (Zinserträge und -aufwendungen) in Höhe von 4,502 Millionen Euro, den Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 265 000 Euro und sonstigen Steuern in Höhe von 4000 Euro ergebe sich ein operatives Ergebnis von 33 000 Euro.
Die Gesamtverbindlichkeiten sanken auf 51,1 Millionen Euro
Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt laut Jahresabschlussbericht 38,4 Millionen Euro. Die Gesamtverbindlichkeiten sanken um 5,7 Millionen Euro auf 51,1 Millionen Euro. Dabei beschränken sich die zinstragenden Verbindlichkeiten auf die bestehende Anleihe in Höhe von 40 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 16,1 Millionen Euro sowie liquide Mittel von 12,9 Millionen Euro, woraus sich nach Hertha-Angaben eine Netto-Finanzverschuldung von unter 30 Millionen Euro ergibt.
"Das positive operative Ergebnis ist ein deutliches Zeichen dafür, dass wir mit Hertha BSC wirtschaftlich auf dem Weg der Gesundung sind", erklärte Geschäftsführer Ralf Huschen in einer Mitteilung des Klubs am Freitagabend. "Wir haben in den vergangenen Jahren intensive Restrukturierungsarbeit geleistet - diese Maßnahmen greifen nun sichtbar. Trotz weiterhin anspruchsvoller Marktbedingungen konnten wir unsere Ausgaben weiter reduzieren und das Jahresergebnis spürbar verbessern." Der Hauptstadtklub hatte insbesondere nach dem Einstieg von Investor Lars Windhorst und dessen Tennor-Holding 2019 jahrelang deutlich über seinen Verhältnissen gelebt und war nach dem Bundesliga-Abstieg 2023 nur knapp an einer Insolvenz vorbeigeschrammt.
Die Anleihe-Verlängerung verschafft Hertha Spielraum
Die ursprünglich am 8. November 2025 fällige Nordic-Bond-Anleihe hatte Hertha BSC am 23. Oktober 2025 durch die Ausübung der durch die Anleger eingeräumten Option um drei Jahre bis zum 8. November 2028 verlängert und sich damit weiteren Spielraum verschafft. Gleichzeitig wurde ein Teilrückkaufangebot bis zu einer Höhe von 20 Millionen Euro zu einem Kaufpreis von 100 Prozent des Nominalbetrags angekündigt, das am 10. November starten wird. Nähere Informationen dazu will der Zweitligist in Kürze veröffentlichen.