Verändert sich durch die Verpflichtung von Julian Kania die Rolle von Robin Meißner, der bislang mit fünf Toren und zwei Vorlagen bis zur Winterpause der zweitbeste Scorer des VfL war? Die Frage hatte Trainer Timo Schultz im kicker-Interview klar beantwortet. "Er wird zulegen", war der Trainer überzeugt vom 26-Jährigen, der vor der Saison von Dynamo Dresden an die Bremer Brücke wechselte. "Auch im Zusammenspiel mit Kania, wenn er seine Vielseitigkeit auf mehreren Offensivpositionen oder durch seinen Aktionsradius ausspielen kann."
Und Meißner hat zugelegt. Drei Scorerpunkte fügte der Offensivmann seinem Konto hinzu. Den Doppelpack von Bryan Henning in Durchgang eins bereitete er vor, das 3:0 kurz vor dem Ende besorgte er höchstselbst. Nicht nur für den kicker war Meißner (kicker-Note 1,5) der Spieler des Spiels, auch Schultz lobte bei MagentaSport seinen Schützling. "Wie der die Bälle festmacht, wie er anläuft, welche Chancen er sich selbst herausspielt und auflegt, das ist sensationell. Ich bin mega froh, dass ich ihn bei mir in der Truppe habe und bin mir sicher, dass er mehr Tore in der Rückserie schießen wird als in der Hinserie."
In Aachen war es aber nicht nur die Offensive Meißner, Henning und Kania, die glänzte, auch die Defensive zeigte sich nach der Winterpause stabil. Nach vier Spielen mit jeweils mindestens einem Gegentor durfte Torwart Lukas Jonsson seine zehnte Weiße Weste in dieser Saison feiern.
Lob gab es dafür von Meißner bei VfL-TV: "Wir waren defensiv wieder so stabil. Was die Jungs dahinten wieder rausgeköpft und geklärt haben, war überragend. Das ist eben auch das, was uns über die Saison stark macht, um hinten raus die Spiele zu ziehen. Von daher ein Kompliment an die Jungs hinten."
Hennings offene Rechnung
Nun steht für das beste Auswärtsteam zu Hause am kommenden Sonntag (16.30 Uhr, LIVE! bei kicker) die Aufgabe gegen 1860 München an, in der Hinrunde setzten sich die Löwen 3:1 durch. Henning hat "da noch eine Rechnung offen", wie er betont. "Ich fand das Hinspiel etwas unglücklich."