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"Ich werde alles geben": Lukaku will seinen Dauertrainer Conte halten

kicker

Trainerlob für Napoli-Fans

Dass Antonio Conte einer der erfolgreichsten Trainer der Neuzeit ist, liegt auf der Hand - und wäre auch Fakt gewesen, hätte der 55-jährige Süditaliener (Geburtsort Lecce) die Neapolitaner am vergangenen Wochenende am Ende seiner ersten Saison am Vesuv nicht direkt zur Meisterschaft geführt.

So aber unterstrich Conte seinen Status nur noch weiter. Er hat nun in den letzten acht Meisterschaften, in denen er als Cheftrainer angetreten ist, sechsmal den Titel eingestrichen - dreimal mit Juventus, einmal mit Chelsea, einmal mit Inter und nun eben mit Napoli.

"Amma faticà"

Das nun sei aber "der unerwartetste und schwierigste Erfolg", ordnete Conte noch am Wochenende nach dem finalen 2:0 über Außenseiter Cagliari Calcio ein. Nur um inzwischen gegenüber RAI 2 zu ergänzen, wie viel ihm dieser Scudetto für den Traditionsklub aus dem Süden bedeute.

"Diesen Enthusiasmus und diese Hingabe (für den Fußball; Anm. d. Red.) findest du nicht überall", ging er dabei etwa auf die leidenschaftlichen Fans ein, die nicht nur am Freitag im Stadion Diego Armando Maradona feierten, sondern um den Schlusspfiff herum schon das Umfeld und die Stadt Neapel selbst in rotes Licht, Feuerwerk, ausgiebiges Hupen und allgemeines Tohuwabohu hüllten.

Für ihn alles der runde Abschluss nach seinem Start vor einem Jahr, als er Richtung Fans die zwei Worte "amma faticà" gesagt hatte. Ein neapolitanisches Sprichwort, das soviel bedeutet wie: "Wir haben Arbeit vor uns." Und dieser Arbeit gingen alle zusammen an, um sich am Ende tatsächlich vor Meister Inter Mailand im Tableau zu positionieren - und das nach der Meisterschaft 2022/23 unter Luciano Spalletti, dem Absturz unter Rudi Garcia/Walter Mazzarri/Francesco Calzona (Platz 10 als schwächster amtierender Scudetto-Träger der bisherigen Geschichte) sowie der direkten Rückkehr nach ganz oben unter Conte.

Von Platz 10 zum Scudetto? Das hatte es bis dato auch noch nie zuvor im italienischen Fußball gegeben. Und das unter nicht einfachen Umständen. Schließlich konnte der Coach ganz früh schon nicht mehr auf Torgarant Victor Osimhen (Leihe zu Galatasaray) und ab Winter dann auch nicht mehr auf dessen kongenialen Partner Khvicha Kvaratskhelia (Wechsel zu Champions-League-Finalist und möglichem Triple-Sieger Paris Saint-Germain) zurückgreifen.

Wenn es am schönsten ist ...

"Ein Jahr ist vergangen nach diesem Sprichtwort von mir", erinnerte sich Conte nun zurück und sah: "Ja, wir haben viel gelitten und haben es doch geschafft, den Traum in Erfüllung gehen zu lassen. Jetzt die Fans in den Straßen den Scudetto feiern zu sehen, ist außergewöhnlich. Das entschädigt für all die Opfer, die wir dieses Jahr gebracht haben."

Und nun? Nun könnte Conte den Absprung vollziehen. Das Größte, den Titel in Italien vor Vereinen wie Inter Mailand, Atalanta Bergamo und dem gar nicht geschätzten Rekordmeister Juventus hat er erreicht. Zudem soll es besonders aufgrund des Abgangs von "Kvaradona" im Winter ohne adäquaten Ersatz Spannungen zwischen Conte und dem gewohnt laut- und meinungsstarken Vereinsboss Aurelio de Laurentiis geben.

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Die Gerüchteküche liefert dazu schon ein passendes Szenario: So soll sich ausgerechnet Juventus um Ex-Erfolgsspieler und Ex-Erfolgstrainer Conte als neuen Trainer intensiv bemühen. Zwischen 1992 und 2004 hatte dieser für die Alte Dame gespielt, zwischen 2011 und 2014 äußerst erfolgreich betreut. Zusätzlicher Hintergrund: Contes Familie hat ihr Zuhause in Turin, seine Frau stammt aus der norditalienischen Großstadt.

Noch ist aber nichts entschieden, was auch der einmal mehr unter Conte funktionierende Stürmer Romelu Lukaku erkennt. Der 32-jährige Belgier (14 Tore und zehn Vorlagen in 36 Ligaspielen) will für seinen bestens bekannten Förderer, den er schon aus Chelsea- und Inter-Zeiten kennt, kämpfen. "Ich werde alles geben, um ihn hier zu halten", kündigte "Big Rom" gegenüber TUTTO mercato WEB an. "Ich rede ständig mit ihm und hab ihm auch schon gesagt, dass er bleiben soll."