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Ilzer erklärt Entscheidung für Kramaric statt Damar

kicker

Natürlich war Christian Ilzer gelöst. Der Trainer der TSG Hoffenheim war "glücklich, so souverän weitergekommen zu sein", musste aber auch anerkennen: "Es war ein hartes Spiel." In der Tat bot Hansa Rostock trotz des am Ende und auf dem Papier klaren 0:4 gut Paroli, erst in der 71. Minute gelang Doppelpacker Max Moerstedt mit dem 2:0 die Vorentscheidung.

"Einen Schritt gemacht, was das gemeinsame Verteidigen angeht"

Was auch für einen Erkenntnisgewinn bei Ilzer sorgte: "Wir haben einen Schritt gemacht, was das gemeinsame Verteidigen betrifft." Der Österreicher wertete die beiden Rettungstaten von Bernardo (65.) und Koki Machida (81.) als Beleg für ein gesteigertes kollektives Defensivbewusstsein. Dass zudem die neue Doppelsechs aus Wouter Burger, der das wichtige 1:0 erzielt hatte, und Leon Avdullahu funktionierte, macht Hoffenheim Hoffnung mit Blick auf die Bundesliga-Saison.

Dass gerade die ersten beiden Aufgaben bei Bayer Leverkusen (Sa., 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) und gegen Eintracht Frankfurt (30.8., 15.30 Uhr) von einem ganz anderen Format sein werden als die bei Hansa, versteht sich von selbst. Es geht um eine realistische Einschätzung des gelungenen Pflichtspielauftakts, bei dem Muhammed Damar durchaus überraschend auf der Bank Platz nehmen musste.

Die größere Erfahrung sprach in der Offensive für Kramaric

"Wir wollten mit ihm im Offensivbereich gewisse Erfahrungen einbringen in einem Spiel gegen einen guten Gegner in einem vollen Stadion mit guter Atmosphäre", erklärte Ilzer seine Entscheidung pro Andrej Kramaric als Regisseur. "Wir haben ein Gerüst aus Führungsspielern aus der letzten Saison mitgenommen, das gemeinsam mit den jungen Spielern ganz wichtig ist." Gemeint ist damit neben Kramaric zuvorderst Kapitän Oliver Baumann.

Der Rest der Startelf war weitgehend runderneuert, wobei Robin Hranac zwar vergangene Saison bereits in Hoffenheim war, aber kaum eine Rolle spielte. Der Mix aus junger Unbedarftheit, vor allem in der Offensive, die sich von dem ein oder anderen Erfahrenen führen lässt, und Alt scheint zu stimmen. Gerade aus der Defensive heraus kommt eben mit den Neuzugängen Machida, Vladimir Coufal und Bernardo auch eine gewisse Seniorität ins Spiel der TSG, die Sicherheit geben kann, damit die Talente vorne frei aufspielen können.

"An dieser Balance arbeiten wir", sagte Ilzer im Nachgang zum Pokal-Weiterkommen. Bis dato mit Erfolg, wobei die Stresstests auf Bundesliga-Niveau noch anstehen.