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Jeddelohs Kapitän Ghawilu: "Wichtig ist, dass wir nicht abheben"

kicker

Mit drei Siegen an den ersten drei Spieltagen ist der SSV Jeddeloh II bisher die Überraschung der Saison in der Regionalliga Nord. Nachdem die Ammerländer in der vergangenen Saison bis zum Ende gegen den Abstieg gekämpft haben, stehen sie aktuell auf dem 2. Platz der Tabelle.

Besonders dabei: Beim 3:2 gegen Altona 93 und dem 2:1 gegen den Hamburger SV II hat die Mannschaft jeweils einen zwischenzeitlichen Rückstand noch umgebogen und ging als Sieger vom Feld. Dies gelang dem SSV in der vergangenen Saison kein einziges Mal. "Wir haben einen Schritt nach vvorngemacht und sind konstanter geworden", freut sich Simon Brinkmann. Der Mittelstürmer der Jeddeloher ist mit zwei Toren und drei Vorlagen in den ersten drei Partien ausgezeichnet in die Saison gestartet.

Brinkmann ist einer der Garanten für die Siegesserie. Eine wichtige Rolle spielen auch die drei Neuzugänge Moritz Onken, Dominique Ndure und Keita Taguchi, die sich allesamt einen Stammplatz erobert haben. Torwart Onken kam vom BSV Kickers Emden, um erstmals die Nummer 1 bei einem Klub in der Regionalliga zu sein. "Moritz strahlt Ruhe aus und ist ein Torwart, der mitspielen kann. Das hilft uns sehr in unseren Ballbesitzphasen. Wir merken, dass wir uns auf ihn verlassen können", lobt Brinkmann den 22-Jährigen. Dominique Ndure, Flügelverteidiger auf der rechten Seite, war der Königstransfer in diesem Sommer und ist ein deutliches Upgrade zu Conor Gnerlich.

Taguchi läuft wie eine "Duracell-Batterie"

Im defensiven Mittelfeld wiederum hat Taguchi, der vom Oberligisten TVD Velbert kam, sofort eingeschlagen. Trainer Björn Lindemann beschreibt den Japaner als "absoluten Arbeiter", der der Mannschaft zuvor auf der Sechs gefehlt habe. "Keita ist zweikampfstark, spielt einfache Bälle und läuft wie eine Duracell-Batterie ohne Ende."

Taguchi ist eine der Korsettstangen im Jeddeloher Gebilde. Zu diesen gehört auch Kasra Ghawilu, der mit einem Treffer und zwei Vorlagen ebenfalls stark in die Saison gestartet ist. Vor der Saison entschied sich das Trainerteam um Lindemann dazu, den 26-Jährigen zum neuen Kapitän zu ernennen. "Mich hat das sehr gefreut. Das ist eine schöne Aufgabe für mich, an der ich wachse. Ich merke, dass ich mich aktuell weiterentwickle", sagt Ghawilu. "Ich war immer der Spaßvogel in der Truppe, der auf dem Platz aber auch seine Leistung gebracht hat. Jetzt habe ich eine Führungsfunktion, in der ich voll aufgehe. Das macht mich noch einmal stärker als zuvor."

Nach dem Traum-Auftakt in die Saison wartet nun eine ungewohnte Rolle auf die Jeddeloher: Am Samstag ins Heimspiel gegen die FSV Schöningen, einem noch punktlosen Aufsteiger, gehen sie eindeutig als Favorit. "Wichtig ist, dass wir nicht abheben und jetzt nicht denken, dass wir die Größten sind", mahnt Ghawilu. Lindemann: "Schöningen ist eine sehr erfahrene Mannschaft mit abgewichsten Spielern. Die werden es uns absolut unangenehm machen." Zählen kann Lindemann am Samstag wieder auf Max Wegner, der am vergangenen Wochenende in Hamburg noch angeschlagen war. Der 36-Jährige kehrt in den Kader zurück.