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"Jetzt sind wir die Gejagten!" - Hachings Erfolgswelle rollt weiter

kicker

Es läuft beim Spitzenreiter. Mehrere Faktoren spielen eine Rolle beim Hachinger Erfolgsrezept. Zum einen meisterte der Drittliga-Absteiger den personellen Umbruch gut. Im Vergleich zur katastrophalen Kaderplanung des Vorjahres wurden diesmal die zahlreichen Abgänge kompensiert. Und im Unterschied zum Sommer 2024 schlagen diesmal die Neuzugänge ein. Getreu dem Motto "Alles neu" sind sieben neue Spieler zu Stützen der Mannschaft geworden.

Torwart Erion Avdija zeigt sich als neue Nummer eins als stabiler Rückhalt, lediglich ein unnötiger Platzverweis kann man dem 20-jährigen Heißsporn ankreiden, der sowohl auf der Linie als auch am Ball stark ist. In der Abwehr sorgen neben den beiden Routiniers Markus Schwabl (35) und Manuel Stiefler (37) sowie dem bereits im Vorjahr in Haching spielenden Andy Breuer (20) auch die beiden Neuen Luis Pfluger (18) sowie Rückkehrer Alexander Winkler (33) für Stabilität. Insbesondere Letzterer hat Ruhe in die Defensive gebracht. Und das, obwohl der spät hinzugestoßene Winkler nach einer mehrwöchigen vertragslosen Zeit zunächst noch Trainingsrückstand aufholen musste. Im defensiven Mittelfeld hat sich Mike Gevorgyan (20) zum Stammspieler gemausert.

Im Offensivbereich sind die Neuen - insbesondere auf der Außenbahn - eine Bereicherung. Zu Saisonbeginn glänzte der von Bundesligist Heidenheim gekommene Christopher Negele (20) und Jorden Aigboje (22) avancierte mit seinen bisher acht Saisontreffern zum Liga-Top-Torjäger. Und der erst kurz vor Transferschluss hinzugestoßene Moritz Müller (26) ist sowohl auf der Außenbahn als auch im Sturmzentrum flexibel einsetzbar.

Flexibilität spielt auch beim neuen Cheftrainer Sven Bender eine gewichtige Rolle. Der ehemalige Bundesligaprofi setzt einige Spieler nicht nur starr auf einer Position ein, sondern erkennt auch deren Stärken anderswo auf dem Feld. Der in den Vorjahren bei der SpVgg am Flügel mit viel Defensivarbeit beschäftigte Simon Skarlatidis ist unter Bender in der Offensivzentrale der Dreh- und Angelpunkt.

Stiefler erleidet Handgelenksbruch

Ein großes Plus für den Ligakrösus ist, dass er bisher von Verletzungspech verschont geblieben ist. Dies hat sich allerdings in den vergangenen Tagen etwas geändert. Stiefler hat sich einen Bruch im Bereich des Handgelenks zugezogen und könnte womöglich noch das eine oder andere Spiel pausieren müssen. Insbesondere in Partien gegen Top-Teams könnte der zweikampf- und kopfballstarke Routinier schmerzlich vermisst werden. Ganz generell würden Verletzungen von Routiniers die SpVgg hart treffen.

„Wir sind jetzt die Gejagten und die Gegner werden scharf sein, uns zu schlagen.“ (Sven Bender)

Zudem müssen die Hachinger für die nächste Zeit mit dem Favoritenstatus auf die Meisterschaft umgehen. "Wir sind jetzt die Gejagten und die Gegner werden scharf sein, uns zu schlagen", ist sich Bender bewusst.

Eine Schlüsselrolle dürften die beiden Partien gegen die Verfolger Würzburg Ende Oktober und eine Woche später in Burghausen einnehmen. Zwei Siege könnten nicht nur vorzeitig die Herbstmeisterschaft sichern, sondern auch ein deutliches Ausrufezeichen im Titelrennen setzen.