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Kane: "Es war ein schöner Zug von Josh"

kicker

Es lief die 73. Minute, Bayern führte 3:2, doch Flamengo drängte auf den Ausgleich, wenngleich die Brasilianer in den Minuten zuvor nicht sonderlich gefährlich waren. Dennoch war die Situation ernst, zumal Flamengo das Gros der Zuschauer hinter sich hatte. "Es war eine elektrisierende Atmosphäre", stellte nicht nur FCB-Coach Vincent Kompany fest.

Doch dann griffen die Münchner in die Zauberkiste: Zuerst eroberte Konrad Laimer energisch den Ball im gegnerischen Drittel, dann spielte Joshua Kimmich einen klasse Pass zu Harry Kane, der das Leder bärenstark mitnahm und anschließend trocken zum 4:2-Endstand vollstreckte.

"Es war ein schöner Zug von Josh", lobte Kane seinen Mitspieler nach Abpfiff bei DAZN und freute sich auch über seinen sehenswerten Treffer, der "ein sehr wichtiges Tor für uns war, um die Nerven zu beruhigen. Von da an haben wir es gut kontrolliert." In den Schlussminuten kam keine Gegenwehr von den Brasilianern mehr, das gab auch Jorginho zu.

Ansonsten befand der erfahrene Italo-Brasilianer, dass "es ein ausgeglichenes Spiel" war. Was das Pendel zugunsten der Bayern ausschlagen ließ, wusste der Mittelfeldmann auch. So hätten die Bayern konsequent "unsere Fehler bestraft" und ihre "Möglichkeiten im Gegenpressing genutzt. Das machte den Unterschied."

„Jedes Mal, wenn wir dachten, dass wir wegkommen, kamen sie zurück und machten es uns schwer.“ (Harry Kane)

Gegenpressing war ohnehin das große Stichwort, denn es war schon auffällig, wie hoch die Münchner den Gegner immer wieder attackiert hatten. "Uns war klar, dass es ein physisches Spiel wird", sagte Leon Goretzka und erklärte, dass Flamengo eine Mannschaft sei, die selbst gerne auch das Spiel macht. Dadurch sei klar gewesen, dass es "Möglichkeiten geben würde, hohe Ballgewinne zu erzielen. Und das haben wir auch gemacht."

Dennoch schafften es die Bayern lange Zeit nicht, für Ruhe zu sorgen. "Es war schwer. Wir haben gegen eine echt gute Mannschaft gespielt", ergänzte Kane: "Wir haben über weite Teile des Spiels sehr gut gespielt, aber jedes Mal, wenn wir dachten, dass wir wegkommen, kamen sie zurück und machten es uns schwer. Gerade in der zweiten Hälfte."

Nicht nur Kompany war am Ende froh, dass man weitergekommen ist. "Wir haben gut gespielt, aber die Intensität war wild. Wir haben uns gesteigert. Es war ein gutes Spiel", stellte der Belgier fest und betonte, dass Flamengo auch in Europa "eine Spitzenmannschaft" wäre.

Keine Angst vor PSG

Apropos Spitzenmannschaft. So eine wartet mit Paris St. Germain nun im Viertelfinale am Samstag (18 Uhr MESZ). Die letzten vier Spiele haben die Münchner gegen den amtierenden Champions-League-Sieger allesamt gewonnen, zuletzt gab es im November im Rahmen der Gruppenphase der Königsklasse ein 1:0.

"PSG hatte eine unglaubliche Saison, wir haben sie in diesem Jahr schon bespielt und haben gewonnen. Daraus können wir Energie ziehen", sagte Kane: "Wir wissen, dass wir jeden schlagen können, wenn wir unser Level erreichen. Das haben wir bei dem Turnier bislang auch gezeigt."

Und Kompany? Der wollte sich noch nicht mit Paris beschäftigen, verwies darauf, dass "wir uns jetzt erst einmal erholen müssen", um dann zu versprechen: "Wir werden bereit sein." Ob das auch Kingsley Coman zutreffen wird, bleibt abzuwarten. Der Franzose musste in der 59. Minute verletzt ausgewechselt werden. "Hoffentlich ist es nicht so schlimm", sagte Kompany und zeigte sich hoffnungsvoll optimistisch: "Ich kenne Kingsley und die Voraussetzungen sind nicht so schlecht. Mal sehen, eine Woche ist natürlich ganz knapp."