Vor dem Start der Frauen-Europameisterschaft in der Schweiz am Mittwoch äußerte sich Torhüterin Ann-Katrin Berger auf einer Pressekonferenz in Herzogenaurach zu ihrer sportlichen Zukunft in der Nationalmannschaft. Die mit 34 Jahren älteste Akteurin im Kader von Bundestrainer Christian Wück verriet, dass sie noch nicht an ein mögliches Karriereende denkt: "Ich bin gerade froh, dass ich überhaupt weiß, dass ich zur EM fahre und da mache ich mir erst mal die Gedanken darüber und dann werden wir auf jeden Fall sehen, wie es weitergeht. Ich habe mich da wirklich noch nicht damit befasst."
Jedoch betont die erfahrene Torhüterin, dass sie abhängig von ihrer Gesundheit entscheiden wird: "Ich muss auf meinen Körper natürlich auch hören." In ihrem Alter wolle sie nicht zu weit in die Zukunft blicken: "Ich mache das Tag für Tag und dann entscheide ich es irgendwann mal." Das nächste große Turnier für die Nationalmannschaft steht 2027 mit der Weltmeisterschaft in Brasilien auf dem Programm.
Gesetzte Berger: "Da habe ich schon einen Vorteil"
Berger avancierte im letzten Sommer dank gehaltener Elfmeter, die der DFB-Elf bei den Olympischen Spielen den dritten Platz bescherten, zur Heldin. Obwohl die nervenstarke Keeperin noch am vergangenen Sonntag für ihre Mannschaft NY/NJ Gotham zwischen den Pfosten stand und einen 2:1-Sieg feierte, geht sie nun direkt als Nummer 1 in das anstehende Turnier.
"Natürlich freue ich mich darüber, dass ich wieder bei einem Turnier als Nummer 1 spielen darf. Ich werde mein Bestes geben und bin dankbar dafür", äußerte sich Berger. Die gebürtige Göppingerin sieht ihre knappe Vorbereitungszeit positiv: "Ich fühle mich fit, ich bin mitten in der Saison und ich glaube, da habe ich schon einen Vorteil."
Am kommenden Freitag (21 Uhr, LIVE! bei kicker) startet das DFB-Team in St. Gallen gegen Polen in den Wettbewerb. In der Gruppe C warten zudem noch Dänemark und Schweden auf die deutsche Mannschaft. Berger blickt zuversichtlich auf die anstehenden Aufgaben: "Man sieht einfach, dass wir einen richtig guten Zusammenhalt und richtig Bock auf das Turnier haben." Das Team sei "richtig gut drauf".