Fehlercode: %{errorCode}

Kassel wartet auf Dahlkes Antwort: Vorne hat Gonther weitere Baustellen

kicker

Bleibt er oder geht er? Auf die Beantwortung dieser Frage warten Fans, Verantwortliche und Mitspieler beim KSV Hessen Kassel seit mehreren Wochen. Die Rede ist von Mittelstürmer Jan Dahlke, der in der Winterpause von Wormatia Worms aus der Oberliga kam und mit zwölf Toren in zwölf Spielen eine außergewöhnliche Trefferquote erreichte. Seine Tore waren ein ganz wichtiger Baustein für den vorzeitig erreichten Ligaverbleib des KSV.

Aber gute Leistungen wecken auch Begehrlichkeiten. So soll Dahlke bei einigen Drittligisten im Gespräch sein und auch das Interesse von Ligakonkurrent Kickers Offenbach ist verbrieft. Kassel würde seinen Leistungsträger gerne halten und ist, so ist zu vernehmen, bei seinem Angebot finanziell bis an die Grenzen gegangen. Nun liegt es am Stürmer selbst, wohin der weitere Weg von ihm führt.

Sararer braucht noch Zeit

So oder so hat Geschäftsführer Sören Gonther arbeitsreiche Wochen hinter sich und wohl noch einige vor der Brust. Zumal Dahlkes Sturmpartner Nikos Zografakis das Angebot des Vereins nicht annahm und die Nordhessen nach zwei Jahren verlassen wird. Der Linksaußen hinterließ beim KSV zunächst einen eher mäßigen Eindruck, bis er nach der Verpflichtung von Dahlke geradezu explodierte und somit in der letzten Spielzeit auf neun Tore und sechs Vorlagen kam. In der Offensive gibt es beim KSV also noch einige offene Baustellen, zumal Sercan Sararer (35) nach Kreuzbandriss noch einige Monate brauchen wird, um wieder richtig fit zu sein.

Ganz generell kann Gonther mit seiner geleisteten Arbeit aber richtig zufrieden sein, immerhin hat er es geschafft, fast alle Arbeitspapiere seiner Leistungsträger zu verlängern. Auch hier gab es Begehrlichkeiten anderer Vereine, immerhin holte der KSV im Kalenderjahr 2025 die meisten Punkte in der Regionalliga Südwest. Im Tor bleibt Jonas Weyand dem Verein erhalten, dazu kommen die beiden Innenverteidiger Frederic Brill und Maurice Springfeld. Auf der defensiven rechten Außenbahn konnte Gonther mit Kassels Urgestein Nael Najjar prolongieren, der seit 2014 unter Vertrag steht, ebenso auf der linken Seite mit Tobias Boche. Und auch das zuletzt so herausragend auftretende Kasseler Mittelfeld bleibt weitgehend zusammen. Vor allem die Vertragsverlängerungen der beiden höherklassig erfahrenen Routiniers Yannick Stark und Lukas Rupp wurden in Kassel zufrieden zur Kenntnis genommen, ebenso das Verbleiben von Antreiber Adrian Bravo Sanchez. Allein Marco Hingerl verlässt den Verein Richtung Regionalliga Bayern und schließt sich dem FV Illertissen an.

Bisher konnte der KSV sechs Neuzugänge verpflichten, dazu kommen mit Mittelfeldspieler Silas Hagemann (U 23) und Torwart Finn Sauer (U 19) zwei Talente aus den eigenen Reihen. Im zentralen Mittelfeld soll der 24-jährige Felix Schlüsselburg, der vom FSV Zwickau nach Kassel wechselt, eine weitere Alternative sein. Dazu verstärken mit Torwart Luke Schneider (Hallescher FC), Außenverteidiger Luis Podolski (Kickers Emden), Innenverteidiger Joshua Kopf  (Normannia Gmünd), Mittelfeldspieler Jakob Kuntze (ausgeliehen vom SC Paderborn U 19) sowie Mittelstürmer Zvonimir Plavcic, der vom österreichischen Zweitligisten SV Lafnitz kam, einige Talente den Kader der Nordhessen.

Anders sieht es bei Defensivallrounder Alexander Mißbach aus, der den Verein auf eigenen Wunsch nach sechs Jahren verlassen wird.