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Katzer über Arnautovic-Deal: "Marko hätte richtig Bock auf Rapid …"

kicker

"Das war noch mehr eine Bewegungstherapie", wollte Markus Katzer bei Rapids 5:0-Sieg vor 1.950 Zuschauern im ersten Testspiel gegen den USV Scheiblingkirchen nicht wirklich von Aufschlüssen reden. "Aber einige haben schon sehr gute Leistungen gezeigt. Louis (Schaub) war sehr gut, Furkan Demir und Weixelbraun haben ihre Sache gut gemacht. Und Mbuyi ist richtig vielversprechend", fand Rapids Sport-Vorstand. Der vom SKN St. Pölten geholte Zweitliga-Torschützenkönig hat nicht nur das 1:0 gemacht, sondern auch in einigen Szenen deutlich gezeigt, dass er mehr sein könnte als ein Backup-Stürmer.

Doch die Fragen, mit denen Markus Katzer nach dem Schlusspfiff auf dem Weg über den von vielen jungen Fans überfüllten Rasen des Pittental-Stadions konfrontiert wurde, drehten sich nicht um Claudy Mbuyi, sondern um einen, der gar nicht dabei war - Marko Arnautovic. Nachdem Katzer schon vom ORF-Interviewer hartnäckig über den Stand der Dinge der möglichen Transfer-Sensationen ausgefragt worden war, wagten auch die Mutigeren der halbwüchsigen Rapid-Fans nach dem obligaten Selfie noch ein vorsichtiges "Arnautovic?". Die stets gleiche unverbindliche Antwort: "Wir werden sehen."

"Lieber als alles andere"

Vom kicker ließ sich der grün-weiße Chefeinkäufer auf seinem Selfie-Slalom ein bisschen mehr entlocken. "Seit ungefähr drei Wochen" hätte er Kontakt mit Marko Arnautovic bzw. dessen Bruder Danijel. Und auch wenn vor allem die italienischen Zeitungen voll sind mit Spekulationen, die den österreichischen Rekord-Nationalspieler mit der halben Serie A, der Türkei, Saudi Arabien und Roter Stern Belgrad in Verbindung bringen, ist sein Wechsel nach Wien-West - wie von Skeptikern vermutet - kein Hirngespinst. Wenn es nach den Signalen geht, die Markus Katzer bisher von den Arnautovic-Brüdern empfangen hat, ist Hütteldorf sogar Markos erste Adresse. "Er hätte richtig Bock. Er würde das lieber machen als alles andere", verrät Katzer. Wenn da nicht die Geldfrage wäre.

"Schwer, aber nicht unmöglich"

"Ich weiß, was er will", arbeiten Katzer und der ganze Verein auf Hochtouren an einem Modell, das die Verpflichtung des Champions-League-Finalisten ermöglichen soll. "Es wird sehr schwer, aber es ist nicht unmöglich", sieht Katzer Rapid nicht ohne Chance, den großen Coup ("das wäre eine Dimension wie Dejan Savicevic“) tatsächlich zu landen. Dabei baut er auch auf seine "soft skills", die er im Laufe der Jahre in seiner Tätigkeit entwickelt hat. "Es taugt ihm, wie wir das machen, wie wir immer wieder mit Ideen kommen, um ihm den Wechsel schmackhaft zu machen."

Einen Zeithorizont, bis wann der Deal über die Bühne gehen müsste, um sich nicht alle Türen für andere Optionen zuzumachen, hat sich Rapids Sportchef nicht gesetzt. "Wenn du so einen Spieler kriegen kannst, musst du ihn immer nehmen." Dass er im Transferpoker - wie so oft - relativ früh dran ist, sei in diesem Fall aber eher kein Vorteil. "Weil ihm noch alle Optionen offen stehen, kurz vor Transferschluss, wenn schon einige weggefallen sind, würde das vielleicht anders ausschauen." Keine Option ist es, den 36-Jährigen für nur ein Jahr zu holen, um damit Geld zu sparen und das "Alters-Risiko" zu minimieren. "Er ist nur an einem Zweijahresvertrag interessiert."

Natürlich hat Katzer für den Fall, dass es mit Arnautovic nicht klappt, auch nach eine andere Option im Auge. "Vom Namen her kein Kaliber wie Arnautovic, aber ein sehr guter Spieler."

Bedenken, dass Marko Arnautovic einen Wechsel nach Österreich scheuen würde, weil er sich nicht der zu erwartenden Kritik aller Rapid-Gegner aussetzen wolle, hat Katzer überhaupt keine: "Wer den Marko kennt, weiß, dass er da drüber steht."