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Kehl: "Gegen Sergio Ramos zu spielen ist unangenehm"

kicker

Aus Fort Lauderdale berichtet Matthias Dersch

Sergio Ramos befindet sich zwar bereits im fortgeschrittenen Fußballer-Alter, doch auch mit seinen 39 Jahren ist er noch ein Spieler, gegen den man am liebsten nicht ins direkte Duell gehen möchte. "Gegen ihn zu spielen ist manchmal unangenehm. Im Team aber wünscht man sich so einen Spieler immer sehr gerne, weil er eine Menge verkörpert", sagt Sebastian Kehl vor dem Klub-WM-Achtelfinale gegen Ramos' aktuellen Klub CF Monterrey. Dortmunds Sportdirektor hat in seiner aktiven Karriere selbst fünfmal gegen Ramos gespielt, als dieser noch bei Real Madrid unter Vertrag stand, und weiß daher aus eigener Erfahrung, wovon er spricht.

"Intensität, Zweikämpfe, Tacklings"

Auch am Dienstag rechnet Kehl mit einem positiven Einfluss von Ramos auf sein Team, bei dem er erst seit Februar unter Vertrag steht. "Er wird seine Mannschaft natürlich ein Stück weit mit seiner Gewinnermentalität führen", sagt der 45-Jährige, der sich wie alle Dortmunder auf einen körperlich robusten Gegner einstellt, der nicht nur aus Ramos besteht: "Wir haben uns auch mit weiteren Spielern beschäftigt. Wir wissen, wo sie ihre Schwächen haben und wo wir ihnen wehtun können."

Ein leichtes Spiel aber dürfte der BVB mit Monterrey nicht haben, auch wenn die Dortmunder als Favorit ins Spiel gehen. Die bislang noch ungeschlagenen Mexikaner dürften ihrem deutschen Gegner in der klimatisierten Arena von Atlanta mit viel Leidenschaft gegenübertreten. "Die Mannschaft definiert sich vor allem über Intensität, Zweikämpfe, Tacklings. Sie hat auch erst ein Gegentor kassiert. Monterrey wird sicherlich kein leichter Gegner werden", sagt Kehl.

Kehl sieht eine Weiterentwicklung beim Team

Erste Voraussetzung für einen Dortmunder Sieg, der dem BVB weitere 13,125 Millionen Dollar an Prämien einbringen würde, wird sein, dass sich die Mannschaft von Trainer Niko Kovac im Vergleich zu den bisherigen drei Darbietungen bei diesem Turnier steigert. Wie Kovac, der sein Team nach den Partien gegen Fluminense (0:0), die Mamelodi Sundowns (4:3) und Ulsan HD (1:0) stets milde beurteilte, sieht auch Kehl den BVB auf dem richtigen Weg.

"Wir haben uns in den Spielen weiterentwickelt, auch gesteigert", sagt der Sportdirektor, der dank der veränderten Rahmenbedingungen auf einen weiteren Leistungsschub für die Dortmunder Mannschaft hofft. "Das Stadion wird gekühlt und der Rasen hoffentlich sehr gut sein. Da erwarte ich, dass wir uns noch einmal steigern. Wir müssen mit und gegen den Ball ein richtig gutes Spiel machen. Vor allem aber müssen wir die richtige Haltung an den Tag legen, denn das wird entscheidend werden." Sonst kann man auch gegen einen 39 Jahre alten Sergio Ramos noch alt aussehen.