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Kehl über Schlotterbeck-Entscheidung: "Solche Dinge müssen reifen"

kicker

Nach dem Dauerregen am Sonntag kam am Montag die Sonne über Marbella wieder heraus - und soll sich in den kommenden Tagen auch regelmäßig zeigen. Deutlich bessere Bedingungen also für Trainer Niko Kovac und die Mannschaft von Borussia Dortmund, die am Vortrag angesichts des heftigen Niederschlags sogar das Trainingsgelände wechseln musste. Während die Spieler zu Wochenbeginn noch einmal durchschnaufen konnten, stellte sich Sportdirektor Sebastian Kehl am Vormittag den Fragen der Medien - und die gab es reichlich.

Sebastian Kehl über …

… die weiteren Transferaktivitäten nach den Abgängen von Pascal Groß und Cole Campbell:

"Wir hatten ein paar Bewegungen, die wir umsetzen konnten und die auch sinnvoll waren. Das Telefon steht natürlich weiterhin nicht still. Es ist Transferzeit, man führt viele Gespräche, in denen man Dinge vorbereitet und anbahnt - die dann möglicherweise aber auch ins Nichts führen. Daher kann ich hier auch keine Wasserstandsmeldungen abgeben. Aber natürlich machen wir uns Gedanken über unseren Kader und überlegen, für wen es vielleicht noch sinnvoll sein könnte, eine andere Station zu suchen und dort Spielpraxis zu bekommen."

„Bis jetzt ist noch keine Entscheidung gefallen. Das gilt auch bei Julian.“ (Kehl über Can und Brandt)

… über den Abgangskandidaten Julien Duranville:

"Wir machen uns Gedanken über seine Entwicklung. Er hat leider durch die lange Verletzung in der Hinrunde nicht so viel Spielzeit bekommen. Auch dadurch, dass wir einen sehr vollen Kader haben. Das ist für ihn nicht ganz einfach gewesen. Im Moment gibt es aber noch nichts, was wir vermelden könnten. Es muss am Ende auch Sinn machen für uns und den Jungen."

… über mögliche Neuverpflichtungen im Winter:

"Wir haben in den vergangenen Jahren häufiger zugegriffen im Winter. Auf der einen Seite, weil wir sportlich nicht immer die Erwartungen erfüllt haben, aber auch, weil wir mit Verletzungen zu kämpfen hatten. Das ist in dieser Saison anders. Wir sind natürlich nicht zu 100 Prozent zufrieden, aber wir haben einen Riesenschritt gemacht. Mit Platz 2, mit vielen guten Ergebnissen, mit vielen Statistiken, die für uns sprechen. Wir wollen trotzdem besser werden und machen uns Gedanken. Aber es muss am Ende finanzierbar sein und auch in die Struktur passen. Es ist etwas zusammengewachsen hier in Sachen Hygiene, Disziplin und Hierarchie. Da haben wir mit dem Trainer einiges auf die Beine gestellt. Deshalb muss man jetzt nicht unbedingt im Winter zugreifen. Gleichwohl gibt es vielleicht auch ein paar Projekte, an denen wir arbeiten und über die wir uns Gedanken machen. Wir wollen noch kreativ sein. Aber es ist noch sehr früh im Januar."

… über die Gespräche mit Nico Schlotterbeck über eine vorzeitige Vertragsverlängerung:

"Sich in jedem Gespräch neue Argumente auszudenken, wird möglicherweise schwierig sein. (lacht) Wir versuchen ihn zu überzeugen mit der Power, die dieser Klub hat. Auch mit der Wertschätzung, die der Junge spürt. Mit den Zielen, die wir gemeinsam erreichen wollen. Wir wollen ihm eine Perspektive aufzeigen, die auch für ihn Sinn macht. Wir sitzen aber nicht jeden Tag zusammen. Solche Dinge müssen auch reifen. Er hat sich jetzt über die Wintertage seine Gedanken gemacht, aber es gibt noch keinen neuen Stand."

… über die Gespräche mit Emre Can und Julian Brandt, deren Verträge am Saisonende auslaufen:

"Wir sind mit unserem Kapitän immer in guten Gesprächen. Wir haben, das hat er auch gesagt, viel Vertrauen untereinander. Ich werde auch hier keine Wasserstandsmeldungen über Vertragsinhalte abgegeben. Wir werden uns das ganz in Ruhe anschauen. Bis jetzt ist noch keine Entscheidung gefallen. Das gilt auch bei Julian. Auch da werden wir uns zusammensetzen. Er weiß um unsere Wertschätzung, auch mit ihm ist über viele Jahre sehr großes Vertrauen entstanden."

… über die Stimmung rund um den Klub:

"Ich kenne diese Herausforderung bei Borussia Dortmund aus den vergangenen Jahren. Eine absolute und 100-prozentige Zufriedenheit wird es beim BVB nie geben. Das ist aber auch nicht schlimm. Wir sind ein großer und ambitionierter Klub. Wir werden immer an den allerhöchsten Maßstäben bleiben, müssen uns aber auch in der Balance bewegen. Es ist entscheidend, dass wir mit dem Trainer und der Mannschaft gemeinsam einen Weg finden, an den Dingen zu arbeiten, in denen wir uns verbessern wollen. Von der Kritik, die zwischendurch immer mal wieder aufkommt, lassen wir uns nicht umwerfen."

… über das Auftaktspiel gegen Frankfurt am Freitag:

"Das Spiel ist sehr wichtig für uns. Wir wollen gut reinkommen ins Jahr und den Schwung aus dem letzten Spiel gegen Mönchengladbach gleich wieder aufleben lassen. Wir wissen aber auch, dass es bei der Eintracht schwer wird. Wir hatten dort im DFB-Pokal eine Schlacht, auch die vergangenen Bundesliga-Spiele gegen Frankfurt waren immer sehr intensiv. Aber wir sahen oft auch gut aus."