Am Wochenende wird die Bundesliga-Saison fortgesetzt. Während sich Borussia Dortmund, der 1. FC Köln und die TSG Hoffenheim in Spanien vorbereiten, reiste Borussia Mönchengladbach in die Türkei. RB Leipzig ließ beim Trainingslager in Portugal für ein Testspiel sogar Schiedsrichter aus Deutschland einfliegen. Das Gros der Bundesligaklubs bleibt aber zu Hause, so auch Mainz 05.
"Wir haben auch überlegt, an einen anderen Ort zu fahren oder zu fliegen, wo es vielleicht ein bisschen wärmer ist. Aber ich glaube, in Berlin werden es nicht 25 Grad sein. Es gilt, mit den Bedingungen, die im Winter herrschen, zurechtzukommen", betont Trainer Urs Fischer.
Willkommener Nebeneffekt: Zwischen dem Trainingsstart am 2. Januar und der Partie bei Union Berlin am kommenden Samstag (Anstoß 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) sind zehn Trainingseinheiten möglich. Bei einer Flugreise in wärmere Gefilde hätte an den Tagen der An- und Abreise nur reduziert trainiert werden können.
"Wir haben zwei gute Plätze mit Rasenheizung und von daher eigentlich optimale Bedingungen", lobt Fischer die Infrastruktur am Wolfgang-Frank-Campus. Bis 2024 absolvierten die Mainzer ihr Wintertrainingslager regelmäßig in Spanien, danach wurde die Winterpause jedoch immer kürzer. Während der Ball in der Bundesliga 2023/24 noch 25 Tage ruhte, sind es jetzt nur noch 20.
Ein weiterer Pluspunkt beim Training am Bruchweg sind die kurzen Wege. So konnte Winter-Zugang Phillip Tietz nach dem Medizincheck und der Vertragsunterschrift noch am selben Tag das Training mit seiner neuen Mannschaft aufnehmen. Auch finanziell macht sich das Daheimbleiben bemerkbar. Die Reisegruppe für das Andalusien-Trainingslager zählte jeweils 40 bis 50 Personen und verursachte Kosten in Höhe von 150.000 Euro.
Silas vor Unterschrift
Mainz 05 und Fischer verwenden dieses Geld lieber, um neue Spieler mitzufinanzieren. Nach Tietz (78 Erstligaeinsätze/16 Tore) ist der nächste bundesligaerfahrene Spieler im Anflug. Die Unterschrift des Stuttgarters Silas (91 Einsätze/21 Tore) steht kurz bevor.