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"Kein Schaukampf": Tuchel vor Andorra nicht in Experimentier-Laune

kicker

Mitgefühl mit Postecoglou

Zu sagen, dass England im WM-Qualifikationsspiel gegen Andorra (Samstag, 18 Uhr) als Favorit ins Rennen geht, ist bei den Kräfteverhältnissen der beiden Nationen schon fast eine Untertreibung. Vor allem, weil die Three Lions mit sechs Punkten aus zwei Spielen und 5:0 Toren bislang noch keine Blöße gezeigt haben - während Andorra mit null Zählern und 0:4 Toren das Schlusslicht der Gruppe K darstellt.

Keine Experimente

Eine Chance für England-Coach Thomas Tuchel, ein bisschen Spielzeit an Akteure aus der zweiten Reihe zu verschenken und neue taktische Ideen auszuprobieren? Von wegen: "Es geht darum, ernst und professionell zu sein", erklärte der ehemalige Bundesliga-Trainer auf der Pressekonferenz vor der Partie am Freitagabend. "Wir behandeln es nicht wie einen Schaukampf, sondern nehmen das Spiel maximal ernst. Ich denke nicht daran, was man mal ausprobieren kann, sondern an einen klaren Matchplan."

„Wir wollen einen klaren Sieg, der nie in Gefahr ist.“ (Thomas Tuchel)

Schön und gut, trotzdem ist natürlich auch Tuchel klar, was von seiner Mannschaft bei einem solchen Klassenunterschied erhofft wird. "Wir erwarten ein Spiel, wo wir als klare Favoriten hereingehen. Diese Rolle akzeptieren wir", so der 51-Jährige. "Wir wollen den Ball haben, der Fokus wird auf Offensivspiel und Gegenpressing nach Ballverlust liegen. Wir müssen unsere eigenen Erwartungen erfüllen, es liegt an uns, die Energie und das Tempo aufs Feld zu bringen. Wir wollen einen klaren Sieg, der nie in Gefahr ist."

  • Die Qualifikations-Tabellen

Tuchel fühlt mit Postecoglou

Logisch auch, dass neben dem sportlichen Fokus von den englischen Journalisten auch Fragen zu Ange Postecoglou kamen, war der Australier doch nur Stunden zuvor von den Tottenham Hotspur entlassen worden - trotz Gewinn der Europa League erst vor wenigen Wochen.

"Ich habe das auch schon erlebt und es fühlt sich furchtbar an. Es zeigt, dass es nicht nur um Titel geht. Du kannst Saisons ohne Titel überleben, wenn der Glaube zwischen Trainer und Verein stark ist. Wenn das Vertrauen schwindet, ist selbst eine Trophäe manchmal nicht genug", fühlte Tuchel mit seinem Kollegen.

Und zollte Postecoglou noch die gebührende Wertschätzung "Ich habe großen Respekt vor ihm. Er hat gesagt, dass er in seinem zweiten Jahr eine Trophäe gewinnt, und er hat geliefert. Es ist Teil des Jobs. Manchmal müssen wir die ganze Verantwortung übernehmen, auch wenn das vielleicht nicht gerechtfertigt ist."