Max Grün hat auch im fortgeschrittenen Fußballer-Alter noch nicht genug. Nachdem Mitte Dezember die Vertragsauflösung bei Viktoria Aschaffenburg verkündet wurde, wird der 26-malige Bundesliga- und 64-malige Zweitliga-Torwart - dort aktiv für die SpVgg Greuther Fürth und den VfL Wolfsburg - seine aktive Karriere fortsetzen. Der 38-Jährige wechselt im Sommer zu Rot-Weiß Walldorf.
Der nahe des Frankfurter Flughafens beheimatete Klub spielt aktuell noch in der fünftklassigen Hessenliga, besitzt aber noch einigermaßen realistische Chancen, über Platz 2 und die daraus folgende Aufstiegsrunde in die Regionalliga zu springen. Im vergangenen Sommer verzichteten die Verantwortlichen noch auf eine Lizenz, diesmal klingen die Walldorfer Verantwortlichen schon wesentlich optimistischer. Parallel zu den damit verbundenen infrastrukturellen und wirtschaftlichen Fragen befindet sich der Sport-Verein aktuell auf Trainersuche, nachdem die im November 2021 begonnene und von einigen Erfolgen garnierte Amtszeit von Artur Lemm ihr Ende finden wird.
Doch unabhängig davon, ob wirklich die Qualifikation für die vierte Liga gelingt, kann sich RWA auf seinen erfahrenen Neuzugang freuen. Grün wird nicht nur selbst zwischen den Pfosten stehen, sondern gleichzeitig auch als Torwarttrainer der ersten Mannschaft und der U 23 fungieren. Schon ab Februar nimmt Grün die Arbeit in Walldorf auf und kümmert sich um die Nachwuchskeeper von der U 12 bis zur U 15.
Erfahrung, Persönlichkeit und fachliche Kompetenz haben Walldorf nach eigener Aussage dazu bewogen, sich um Grün zu bemühen. Gleichzeitig sei RWA überzeugt, dass sich der frühere Profi-Torwart auch aufgrund seiner regionalen Nähe hervorragend in den Verein einfügen wird. Zwischen Grüns letzter Station Aschaffenburg und seiner künftigen sportlichen Heimat südlich von Frankfurt liegen Luftlinie etwas weniger als 50 Kilometer.