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Klein: "Bin trotzdem sehr stolz auf die Mannschaft"

kicker

"Das war ein definitives 'Willkommen zurück in der Champions League!' für uns", nahm Kapitänin und Abwehrchefin Jennifer Klein die 0:6-Heimniederlage des SKN St. Pölten gegen Atletico zum Auftakt der Liga-Phase wenige Minuten nach Schlusspfiff bereits mit Galgenhumor.

Im 20. Champions-League-Auftritt in der NV Arena (inklusive Qualis) war dies die zweithöchste Niederlage der in der heimischen Liga in den letzten Jahren so dominanten "Wölfinnen".

Ohne die arrivierte Innenverteidigerin Leonarda Balog und Flügelspielerin Sarah Mattner (beide verletzt) musste Trainerin Lisa Alzner mit Fanni Nagy, Leila Peneau, Victoria Laino, Ludmila Matakova, Kess Elmore, Sarah Gutmann und Carina Brunold gleich sieben Champions-League-Debütantinnen (Qualis exklusive) vom Start ins Rennen schicken und selbiges war nach 22 Minuten mit 0:3 auch schon gelaufen.

Die drei schnellen und ähnlichen Gegentore nach jeweils weiten Pässen hinter die Abwehrkette haben Klein "persönlich sehr geärgert. Wir hätten da viel schneller schalten müssen."

Mit einem folglich tieferen Block, und als dann Laino und Matakova in der zweiten Hälfte beide als "Sechser" hinter Peneau agierten, lief es über weite Strecken merklich besser für die Wölfinnen.

Das Fehlen von Balog ließ Klein nicht als Ausrede gelten: "Lea hat eine unglaubliche Erfahrung, was in diesen Spielen sehr wertvoll ist. Natürlich ist es schwierig, wenn Innenverteidiger-Duos gewechselt werden. Tea (Vracevic, Anm.) hat sich aber extrem reingehaut, was man auch an ihren Krämpfen am Ende gesehen hat. Sie kann sehr stolz auf sich sein."

Eine starke Leistung lieferte einmal mehr Torfrau Carina Schlüter ab, die eine noch höhere Niederlage verhinderte. Über die drei zeitigen Gegentore meinte sie: "Wir haben wieder schnell gemerkt, dass in der Champions League ein viel höheres Tempo gefahren wird als vielleicht in der Liga. Wir müssen da mehr Druck auf die Ballführenden ausüben und uns auch einen Tick schneller fallen lassen. Das lief in der zweiten Halbzeit definitv besser."

"Wir haben aber mit dem Ball auch viel probiert. Manches ist uns auch relativ gut gelungen", strich Klein auch noch Positives heraus, "im letzten Drittel müssen wir halt noch effizienter nach vorne kommen. Ich bin trotzdem sehr stolz auf die Mannschaft."

Die höchste Niederlage in den eingangs erwähnten 20 Spielen in der NV Arena haben Klein und Co. übrigens vor zwei Jahren gegen Olympique Lyon kassiert (0:7), ihren nächsten (Auswärts-)Gegner in der Ligaphase kommenden Mittwoch.

Zur "Vorbereitung" auf den achtfachen Champions-League-Sieger wird den Wölfinnen Samstag noch Abstiegskandidat SpG Südburgenland/TSV Hartberg serviert. Jenen Gegner hießen sie in St. Pölten zuletzt im Herbst 2021 mit einer 3:0-Führung nach 21 Minuten herzlich willkommen, und schickten ihn mit 14:0 nach Hause.