Grund genug, für Trainer Thomas Kleine und seine Mannschaft, die jüngste Bilanz aufzupolieren. Der Grundstein für eine erfolgreiche Pokal-Saison soll an diesem Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) bei BW Lohne gelegt werden.
Beim Nord-Regionalligisten, der nach drei Spieltagen auf Rang 15 liegt, geht die SpVgg Greuther Fürth selbstredend als klarer Favorit ins Spiel. Anders als in den Spielzeiten 2021/22 und 2022/23 soll diesmal nicht schon in der 1. Runde Schluss sein. Statt Angst vor einer Blamage strahlt Kleeblatt-Coach Thomas Kleine auf der Pressekonferenz am Freitagnachmittag große Vorfreude aus: "Wir freuen uns auf den Pokal und haben alle richtig Lust drauf." Daran ändert auch die Sperre von Noel Futkeu, dem in der noch jungen Saison mit zwei Toren und einem Assist erfolgreichsten Spieler der SpVgg, nichts. Ersetzen wird den Top-Scorer aller Voraussicht nach Felix Higl, der am vergangenen Samstag bei der 2:3-Niederlage in Braunschweig als Joker mitwirken durfte. "Higo hat es richtig gut gemacht, als er reingekommen ist, und sofort ein Tor gemacht hat", lobt Kleine den Sommer-Neuzugang.
Bansé, Keller und John wieder im Mannschaftstraining
Anlass, die Startelf über den Wechsel im Sturm hinaus zu verändern, gibt es eigentlich nicht. Auch deshalb nicht, weil mit Timo Schlieck, Lukas Reich, Marco John, Aaron Keller und Sacha Bansé weiterhin fünf Spieler ausfallen. Bei der PK aber hatte Kleine für alle Fürth-Fans erfreuliche Neuigkeiten dabei: Bansé und Keller sind bereits wieder voll im Mannschaftstraining, John soll ab diesem Freitag wieder voll mittrainieren. Und auch bei Torhüter Schlieck und Reich ist das Comeback in den Trainingsbetrieb absehbar. "Die Jungs sind so langsam wieder alle auf der Wiese", freut sich Kleine über die Rückkehrer.
Erinnerungen an Testspiel-Niederlage gegen Vierligist Halle
An diesem Sonntag aber werden es aus Fürther Sicht andere richten müssen. Dass die Qualität vorhanden ist, der Favoritenrolle gerecht zu werden, darüber gibt es keine zwei Meinungen. Mindestens genauso wichtig wie das Fußballerische ist aber auch die richtige Einstellung, mahnt Kleine. Davon, dass es "nur" gegen einen Viertligisten geht, dürfen sich seine Zweitligaprofis nicht täuschen lassen. "Das ist ein Gegner, der Fußball spielen kann", warnt der Chefcoach und erinnert in diesem Zusammenhang an die 1:2-Testspiel-Niederlage gegen Regionalligist Halle in dieser Sommer-Vorbereitung. Kleine erwartet einen tiefstehenden Gegner, der mit langen Bällen agieren wird, warnt aber zugleich auch vor den Umschaltaktionen von BW Lohne.
Kleine schaffte es als Spieler bis ins Pokal-Finale
Wie weit so eine Pokal-Reise gehen kann, hat der ehemalige Verteidiger selbst erlebt. 2002 zog er mit Bayer 04 Leverkusen bis ins Finale in Berlin ein, zehn Jahre später schaffte er es mit der SpVgg Greuther Fürth bis ins Halbfinale. "Das werde ich beides nie vergessen, weil es einem zeigt, was in diesem Pokal möglich ist und wie weit man kommen kann. Das hat man auch auch letztes Jahr an Bielefeld gesehen", erinnert Kleine an den Finaleinzug der Arminia als Drittligist. "Deshalb ist es so wichtig, alles reinzuschmeißen, auch mit Freude hinzufahren und die Galligkeit zu haben, ins Pokal-Finale zu kommen. Das muss das Ziel sein."