Kurz sah es so aus, als könnte der Rekord doch noch einmal ins Wackeln kommen: Beim abschließenden Montagabendspiel des 7. Serie-A-Spieltags zwischen US Cremonese und Udinese Calcio gingen die Gastgeber bereits in der 4. Minute in Führung. Deutete sich hier doch noch eine Art kleines Torspektakel an, das die Negativmarke zu Fall hätte bringen können? Die Antwort lautete knapp zwei Stunden später: nein.
Weil in den restlichen 86 Minuten plus Nachspielzeit nur noch ein weiterer Treffer - Udines Ausgleich zum 1:1-Endstand - fiel, ist der 7. Spieltag der Saison 2025/26 nun der torärmste Spieltag, seit die Liga 2004 auf 20 Teams aufgestockt wurde. Inklusive der beiden Treffer am Montagabend brachten die 20 Teams gerade einmal elf Treffer zustande. Ganze vier Spiele endeten gänzlich ohne Tore, das 2:1 des neuen Tabellenführers AC Mailand gegen die AC Florenz war noch das Spektakel unter den Langweilern und bot als einzige der Partien mehr als zwei Tore.
Zum Vergleich: Am vergangenen Bundesliga-Spieltag hatte nur ein einziges Spiel - das 1:1 zwischen Köln und Augsburg - weniger als drei Tore, insgesamt fielen 33 Tore. Das Klischee vom italienischen Catenaccio, das immer wieder auch widerlegt wird - an diesem Wochenende bewahrheitete es sich in seiner ganzen Ausprägung.
Bisher hatten sich vier Spieltage mit insgesamt 13 Toren die Negativmarke geteilt, zuletzt der 2. Spieltag 2022/23, als vier Spiele 0:0 endeten. Zwar hatte es in der Serie-A-Geschichte sogar noch torärmere Wochenenden gegeben - am 27. Spieltag 1968/69 und am 1. Spieltag 1979/80 waren sogar nur sechs Tore gefallen -, damals bestand die Liga aber auch nur aus 16 Teams und damit zwei Spielen pro Spieltag weniger.
Elf Tore an einem Spieltag - das ist übrigens auch der Negativrekord in den Bundesliga-Geschichtsbüchern, aufgestellt am 26. Spieltag der Saison 1989/90 und später eingestellt am 20. Spieltag der Saison 1998/99. Allerdings fanden an beiden Spieltagen nur neun Spiele statt - und damit eines weniger als nun in Italien.