Die Ausgangslage ist seit Monaten klar: Die Chance, seinen Status als Stammkraft im Tor des FC Barcelona zurückzuerobern, wird Marc-André ter Stegen nicht mehr bekommen. Das hat Cheftrainer Hansi Flick nicht nur einmal deutlich klargemacht. An Joan Garcia gibt es also kein Vorbeikommen. Für den gebürtigen Mönchengladbacher bedeutet das: Will er zur WM 2026 fahren, muss er woanders Spielpraxis bekommen. Und die böte sich wohl rund 100 Kilometer weiter nördlich: Der abstiegsbedrohte FC Girona zeigt großes Interesse und wäre bereit, den 33-Jährigen für den Rest der Saison zur unumstrittenen Nummer eins zu machen.
Nun rückt ein Wechsel näher, wie die spanische Zeitung Sport berichtet. Demnach sei ter Stegen grundsätzlich bereit, zum FC Girona zu wechseln. Was allerdings noch fehlt: Die endgültige Einigung zwischen beiden Vereinen, wie die Gehaltszahlungen an den Keeper aufgeteilt werden sollen. Angeblich verlangt der FC Barcelona eine Beteiligung Gironas von bis zu 25 Prozent, was die Nordkatalanen jedoch ablehnen sollen. Ter Stegen selbst soll laut Sport nicht bereit sein, auf Gehalt zu verzichten, um einen Abschied um jeden Preis zu forcieren.
Derzeit in Saudi-Arabien bei der Mannschaft
Ter Stegen muss sich damit wohl noch etwas gedulden, ehe Klarheit über seine Zukunft herrscht. Immerhin steht einem etwaigen Wechsel keine neuerliche Verletzung im Wege, die zuletzt befürchtet worden war. Nachdem er das Training in Saudi-Arabien, wo der FC Barcelona aufgrund der Supercopa-Austragung aktuell weilt, abbrechen musste, war er für medizinische Tests nach Spanien zurückgekehrt. Diese ergaben aber keine schwerwiegende Verletzung, weshalb ter Stegen inzwischen wieder zur Mannschaft gestoßen ist.
Der FC Barcelona bestreitet am Sonntag (20 Uhr, LIVE! bei kicker) das Supercopa-Finale gegen Real Madrid in Jeddah. Nicht komplett ausgeschlossen, dass der 44-malige Nationaltorwart dann vorerst das letzte Mal zum Kader der Blaugrana gehören wird.