DFB-Pokal 2024/25: Bielefeld wirft beim Auftakt Zweitligist Hannover raus (2:0) und lehrt in den folgenden Runden gleich vier Bundesligisten das Fürchten: Union Berlin (2:0), Freiburg (3:1), Bremen (2:1), Leverkusen (2:1) - die Alm avancierte zur absoluten Festung, der damalige Drittligist erreichte sensationell das Endspiel in Berlin.
Das verlor der Underdog dann gegen den VfB Stuttgart, der eine Nummer zu groß war, mit 2:4. "Geschmerzt" habe die Pleite, erinnerte sich Mitch Kniat, der den "eher traurigen Moment" aber schnell beiseiteschieben konnte. Denn am Tag nach dem Finale fand die Meisterfeier statt, die "einige Wunden schnell geschlossen" habe, meinte der DSC-Coach am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor der ersten Pokalrunde, in der am Freitagabend (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker) schon wieder Werder Bremen wartet.
Ein selbstbewusster Underdog
Dass das Selbstbewusstsein bei den Ostwestfalen, die nach zwei Spieltagen mit zwei Siegen von der Tabellenspitze der 2. Liga grüßen, gewachsen ist, verdeutlicht die Antwort von Kniat auf die Frage, ob man denn auf Augenhöhe mit Werder sei. "Wir sind Außenseiter", sagt der Trainer und stellt klar, dass "ein Bundesligist gegen einen Zweitligisten spielt, der gerade aus der 3. Liga aufgestiegen ist". Der 39-Jährige weiß aber auch, dass "wir an einem sehr guten Tag gegen jede Mannschaft in Deutschland die Möglichkeit haben, zu gewinnen" - und erinnert gerne an die diversen Coups des so geliebten Wettbewerbs: "Das hat die vergangene Pokalsaison gezeigt." Ein Vorteil könne sein, dass sein Team im Gegensatz zu Werder bereits Matchpraxis in zwei Pflichtspielen gesammelt hat.
Zum Personal: Im Tor wird Stammkeeper Jonas Kersken stehen, der nach seiner Gelb-Roten Karte in Kiel (2:0) in der Liga vor einem Spiel Pause steht. Etwas Sorge bereitet Kniat noch Noah Sarenren Bazee, der unter der Woche eine Trainingspause hatte einlegen müssen. Wer auch immer gegen Bremen auf dem Rasen stehen wird, "die Erinnerungen sind natürlich noch da und motivieren uns, das nochmal zu erleben. Uns ist aber auch klar, dass es extrem schwer wird", weiß Kniat. "Der Traum, ganz weit zu kommen, lebt trotzdem weiter."
Bausteine, die erste Runde zu überstehen, könnte nicht zuletzt die Atmosphäre auf der Alm sein, die "wieder brennen" werde. Sicher sei, dass seine Spieler einmal mehr "alles reinhauen" werden - und dann könnte es vielleicht klappen mit Schritt eins bei der Wiederaufnahme des Pokal-Traums: "Ich hoffe, dass es ein 50:50-Spiel wird und wir uns am Ende durchsetzen können", so Kniat.