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Kniat: "Wir wollen erneut zu den fittesten Mannschaften gehören"

kicker

Mit dem überraschenden Einzug ins DFB-Pokal-Finale und dem souveränen Aufstieg in die 2. Bundesliga hat Arminia Bielefeld einen regelrechten Hype ausgelöst. Mitgliederzahlen, Dauerkarten- und Trikotverkäufe sind auf Rekordniveau, das erste Spiel der Saison gegen Fortuna Düsseldorf am Samstagabend (20.30 Uhr) ist selbstredend ausverkauft. Rund 25.000 Fans werden zum Flutlichtspiel erwartet.

Trainer Mitch Kniat, der 2023 nach dem Abstieg in die 3. Liga nach Bielefeld kam, freut sich auf ein Spiel mit "Pokal-Charakter": "Jeder von uns fiebert dem Samstag entgegen", sagt er und gibt zu, dass ihm sein erster Einsatz als Zweitliga-Trainer "echt ziemlich viel" bedeutet. "Aber", schickt er direkt hinterher, "ich bin so gestrickt, dass ich mir sofort das nächste Ziel stecke. Und dann geht es immer so weiter." Wenn man zufrieden ist, neige man dazu, gemütlich zu werden. Also heißt es: "Sobald der erste Spieltag gegessen ist, müssen wir gucken, dass wir eine richtig geile Saison spielen."

Ein Trumpf soll die Heimstärke sein, die auch im Aufstiegsjahr ein wichtiger Faktor gewesen ist. "Wir konzentrieren uns auf uns, wollen unser Spiel durchziehen und unseren Fans etwas bieten", erklärt der 39-Jährige mit Blick auf die Partie gegen Düsseldorf. "Wir sind zuhause seit Ewigkeiten ungeschlagen, und wenn es nach uns geht, kann es genau so weitergehen."

Ankommen und stabilisieren

Die Euphorie aus dem letzten Jahr mitnehmen, so lautet die Devise. "Wir werden am Samstag alles geben. Würden wir das nicht tun, hätten wir in der 2. Liga auch keine Chance", weiß Kniat. "Die meisten Spieler in unserem Kader sind jung und kommen aus unteren Ligen. Nur wenige haben bisher Zweitliga-Erfahrung. Aber das heißt nicht, dass wir unvorbereitet in diese Liga starten. Wir haben viele Spiele analysiert, wissen, was uns erwartet. Trotzdem muss sich vieles erst auf dem Platz zeigen."

Es gehe jetzt erst einmal darum, sich in der Liga zurechtzufinden und Stabilität zu entwickeln. Dabei ist eines klar: "Wir müssen auf jeden Fall über das Team kommen", betont Kniat. "Wir pushen uns in jedem Training, gehen in jeder Einheit ans Limit. Diese Intensität wollen wir auch im Spiel sehen", sagt er. Gleichzeitig sei es wichtig, die Balance zwischen Belastung und Regeneration zu finden: "Unsere Verletzungsquote war in den vergangenen beiden Jahren sehr niedrig, und das soll auch so bleiben. Wir wollen erneut zu den fittesten Mannschaften der Liga gehören, nur dann haben wir eine Chance, das Spiel auch auf unsere Seite zu ziehen."

Kniat kann aus dem Vollen schöpfen

Personell ist die Lage vor dem Saisonstart beinahe optimal. "Bis auf Roberts Uldrikis, der noch länger ausfallen wird, sind alle Spieler am Wochenende einsatzbereit. Auch Benjamin Boakye ist wieder ins Training eingestiegen. Es freut mich extrem, dass alle zum ersten Spieltag fit sind", berichtet Kniat. Ob Neuzugang Boakye auch direkt in der Startelf stehen wird, wollte der Coach indes nicht verraten.

Auch zum Thema Saisonziele hielt sich Kniat bedeckt, meinte nur: "Wir setzen uns keine festen Saisonziele." Weil: Was dann? Stichwort Gemütlichkeit. Dass die Mission Klassenerhalt lautet, dürfte aber außer Frage stehen.