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Kohfeldt: "Eine extrem gute Situation für uns"

kicker

28 von 30 Profispielern stehen Florian Kohfeldt vor dem Spiel gegen Hertha BSC am Sonntag zur Verfügung. Eine ungewohnte Situation nicht nur mit Blick auf sein knappes erstes Jahr als Trainer des SV Darmstadt 98, als er zeitweise nicht einmal die Auswechselbank komplett besetzen konnte, weil so viele Spieler verletzt waren.

An eine ähnliche Situation in seiner Karriere mit so wenig Verletzten könne er sich nicht erinnern. In seiner Anfangszeit als Chefcoach bei Werder Bremen sei die Zahl der fehlenden Spieler zwar auch niedrig gewesen - "aber nicht so extrem wie jetzt", sagte der 42-Jährige am Freitag.

Nur Bader und Will fehlen

Angreifer Fraser Hornby und Mittelfeldspieler Kai Klefisch, die im Pokal gegen Lübeck schmerzhafte Blessuren erlitten hatten, trainierten zuletzt wieder voll. Auch Rechtsverteidiger Sergio Lopez hat seine Rückenprobleme überwunden.

Bis auf Matthias Bader, der mit Oberschenkelproblemen ausfällt und Paul Will, der noch unter den Folgen seines Kreuzbandrisses leidet, stehen Kohfeldt für die Partie gegen das Team aus Berlin alle Spieler des 30-Mann-Kaders zur Verfügung. "Mitleid braucht keiner mit mir haben", sagt er. "Ich glaube, dass das eine extrem gute Situation für uns ist."

Harte Entscheidungen für das Trainerteam

Allerdings bedeute das auch, dass das Trainerteam harte Entscheidungen treffen müsse. "Keiner hört es gerne, wenn er nicht im Kader ist oder nicht spielt. Und das ist auch gut so." Die Spieler müssten das zwar akzeptieren, aber sie dürften es nicht gut finden.

"Sie müssen mich danach nicht in den Arm nehmen und sagen: Wir haben uns trotzdem lieb", sagte er und forderte: "Sie müssen dagegen ankämpfen. Sie müssen zu jedem Zeitpunkt bereit sein, alles für die Mannschaft zu tun. Und dieses Klima haben wir aktuell im Team."

Einer dieser Härtefälle war Fynn Lakenmacher. Der Angreifer gehörte gegen Lübeck nicht zum Kader, ist nach Hornby, Isac Lidberg, Semih Güler und Bartosz Bialek derzeit nur Angreifer Nummer fünf. Zuletzt war über ein angebliches Interesse von Drittligist Rot-Weiss Essen spekuliert worden.

Kohfeldt blendet Wechsel aus - Voller Fokus auf Hertha

Kohfeldt wollte sich dazu nicht äußern. Mit Sportdirektor Paul Fernie stehe er mehrfach täglich im Austausch über den Kader. "Aber mit Beginn des heutigen Tages blende ich das Thema Wechsel, Zugänge und Abgänge vollkommen aus", stellte der Lilien-Trainer klar. "Für mich geht es jetzt nur um Hertha und nichts anderes."

Bei der Kadergröße von 30 Spielern wolle er sich auf einen Spieler mehr oder weniger nicht festlegen. "Ich sehe unseren Kader auf keinen Fall in irgendeiner Form aufgebläht. Es ist ein sehr sinnvoll aufgestellter Kader, der Konkurrenzsituationen, aber auch Sicherheitsoptionen schafft", sagt Kohfeldt.

Aktuell gibt es nach kicker-Informationen keine konkreten Anfragen für Spieler. Allerdings schließt man nicht aus, dass sich innerhalb der Zeit bis zum Ende der Sommertransferperiode am 1. September noch Dynamik entwickeln könne.