Aus Fort Lauderdale berichtet Matthias Dersch
Florida gilt als Golf-Paradies. Besonders für den US-Präsidenten Donald Trump, der sich an den Wochenenden regelmäßig in seiner Residenz in Mar-a-Lago aufhält, um dort eine oder zwei Runden auf seinem Lieblingsgrün zu spielen. Aber auch viele andere, größtenteils etwas weniger privilegierte Hobby-Golfer schlagen gerne auf den vielen Plätzen Floridas ein paar Bälle.
Die Spieler sollen den Kopf freibekommen
An diesem Samstag könnten sich darunter auch Spieler von Borussia Dortmund befinden. Trainer Kovac gab seiner Mannschaft nach dem Einzug in das Achtelfinale der Klub-WM kurzerhand anderthalb Tage frei, erst am Sonntag steht die nächste Trainingseinheit auf dem Programm.
Es ist eine Belohnung für das Erreichen des Minimalziels und ein Programm gegen die Gefahr eines Lagerkollers zugleich. Als früherer Nationaltrainer Kroatiens kennt Kovac die Risiken, die ein langes Turnier mit sich bringen können. Zumal es für die Spieler des BVB, die mit ihren Nationalteams noch keine WM oder EM gespielt haben, Neuland ist, so lange mit den Teamkollegen auf einem Haufen zu sein.
"Die Jungs spielen Uno, Wizard oder Playstation - jeder findet seine Beschäftigung", sagte Kovac vor der Partie gegen Ulsan HD (1:0) am Mittwoch und verriet, dass er die Meetings bewusst kurz halte, um den Spielern Freiräume zu geben. An Tagen mit einer Trainingseinheit aber findet das Leben hauptsächlich im Teamhotel statt, von der Zeit auf dem Platz einmal abgesehen. Die Spieler sollen sich nicht so sehr der Sonne und den hohen Temperaturen aussetzen.
An freien Tagen aber - von denen es bereits je einen nach den Spielen gegen Fluminense (0:0) und gegen die Mamelodi Sundowns (4:3) gab - ist es ausdrücklich erwünscht, dass die Spieler auch mal vor die Tür gehen, sich etwas anschauen, Golf spielen, woanders essen - und so den Kopf in diesem so ungewöhnlichen Sommer etwas freibekommen.
Ab Sonntag steigt die Vorbereitung auf Monterrey
Ab Sonntag dann nimmt die Vorbereitung auf das Achtelfinale gegen den mexikanischen Vertreter CF Monterrey Fahrt auf. Bereits am Montag steht die nächste Reise an: Per Charterflieger reist die Mannschaft des BVB dann von Fort Lauderdale nach Atlanta im Bundesstaat Georgia, wo zwar ähnlich hohe Temperaturen wie in Florida erwartet werden, es aber dennoch zwei gewichtige Unterschiede zu den vergangenen Spielen gibt: Die Partie wird erst um 21 Uhr Ortszeit angepfiffen - und sie findet im vollklimatisierten Mercedes-Benz-Stadium statt. Die Hitze wird diesmal also keine Rolle spielen.