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Kwasniok über El Mala: "Es bringt nichts, nur Highlights zu setzen"

kicker

Wer vom Duell zwischen dem 1. FC Köln gegen den FC Augsburg am Samstag nur Said El Malas Traumtor sah, musste über Lukas Kwasnioks Spielanalyse zwangsläufig staunen. Einen "Abnutzungskampf" mit "kaum Torraumszenen" hatte der FC-Trainer gesehen. El Malas herrlicher Schlenzer zum 1:1-Endstand wollte dazu einfach nicht passen.

Der 19-Jährige, gerade mit der Fritz-Walter-Medaille in Silber ausgezeichnet, befeuerte den Hype um seine Person mit seinem bereits dritten Saisontor am siebten Spieltag, wobei er zum sechsten Mal als Joker ran durfte. Gemeinsam mit Jakub Kaminski ist er jetzt bester Kölner Torschütze in dieser Bundesliga-Spielzeit, dazu dank eines Assists mit Marius Bülter und Jan Thielmann (beide zwei Tore, zwei Vorlagen) gemeinsam Topscorer.

Trotzdem ist Kwasniok bislang bemüht, den Rummel rund um seinen Senkrechtstarter kleinzuhalten. Oder? "Da versteht ihr mich etwas falsch", erklärte der Coach nach der Partie am Samstag. "Ich kann und will den Hype nicht kleinhalten." Aber: "Wir fokussieren uns auf das, was wir beeinflussen können, und das ist die Arbeit mit dem Jungen und mit der Mannschaft. Wenn er so gut performt, heißt das, dass wir die Dinge richtig einordnen können - und vor allem er. Das ist das, was einen sehr imponiert."

"Es bringt nichts, nur Highlights zu setzen"

Für Kwasniok ist El Mala ein "absoluter Highlight-Spieler", mehr jedoch bislang nicht. "Zwischen einem Highlight-Spieler und einem guten Bundesliga-Spieler liegen noch Welten. Das ist das Schöne: dass er und sein Umfeld das verstehen. Es bringt nichts, nur Highlights zu setzen, aber insgesamt der Mannschaft nicht zu helfen", erklärte Kwasniok und zog einen klubinternen Vergleich: "Kaminski ist nicht so ein absoluter Highlight-Spieler, aber ist einfach nochmal zwei, drei Klassen weiter und wertvoller für die Mannschaft - bei allem Respekt."

Darum bestehe die Aufgabe darin, El Mala da hinzubringen, wo der 23-jährige Kaminski "jetzt ist". "Wenn er aber weiter so trifft und zu den Highlights noch die Bundesliga-wichtigen Aspekte hinzugewinnt", prophezeite Kwasniok, werde der FC - "eines Tages" - El Mala "unfassbar teuer" abgeben, da "machen wir uns nichts vor". Doch das sei "in Ordnung so" und ohnehin Zukunftsmusik. "Ich habe das Gefühl, dass er aktuell den FC sehr im Herzen trägt und die Phase hier genießt. Wir genießen sie auch."