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Leipzig bestätigt United-Interesse an Hoffmann - und hat nun zwei Kapitäninnen

kicker

In die Top 6 der Bundesliga-Tabelle soll es für RB Leipzig in dieser Saison gehen, am liebsten in Kombination mit attraktivem, begeisterndem Fußball. Kein kleines Ziel für den Vorjahres-Achten, dem bewusst ist, dass in der um zwei Vereine aufgestockten Liga immer mehr Konkurrenz heranwächst.

Umso wichtiger ist da, dass Giovanna Hoffmann dem Klub erhalten blieb, obwohl sich gegen Ende der Transferphase Gerüchte um einen Wechsel zu Manchester United rankten. "Es waren mehrere Vereine an Giovanna Hoffmann interessiert", bestätigte die Leiterin Frauen- und Mädchenfußball bei RB, Viola Odebrecht, am Donnerstag auf kicker-Nachfrage. Auch United sei darunter gewesen.

"Da gab es einige Calls, die mich erreicht haben, bei denen man überlegt und mit der Spielerin gesprochen hat. Letztendlich sind wir froh, dass sie alle vom Tisch sind." Wenn es nach RB geht, soll Hoffmann noch länger als bis Vertragsende 2026 in Sachsen spielen. Odebrecht bestätigte, dass sich der Klub um eine Verlängerung bemühe.

Gut möglich allerdings, dass die Leipziger zum Auftakt der neuen Saison am Samstag beim 1. FC Köln (14 Uhr) ohne ihre Top-Stürmerin auskommen müssen. Hoffmann laboriert an Fußproblemen, ihr Einsatz entscheidet sich kurzfristig. Dennoch bekräftigte Trainer Jonas Stephan die Ambitionen von RB: "Unser Anspruch in dieser Saison ist es, nach Köln zu fahren und dort drei Punkte zu holen."

Der Coach hat hinsichtlich der Hierarchie im Kader die Entscheidung getroffen, dass sich Hoffmann und Sandra Starke ab sofort das Kapitänsamt teilen. In der Vorsaison war noch Verteidigerin Victoria Krug mit der Binde am Arm aufgelaufen. Gut möglich, dass die 27-Jährige in der neuen Saison um ihre Spielzeit kämpfen muss.

"Victoria Krug ist eine sehr verdiente Spielerin bei uns, die große Stärken im zwischenmenschlichen Bereich hat und weiterhin eine wichtige Rolle in unserer Mannschaft spielen wird", sagte Stephan: "Aber meine Entscheidung ist auf Sandra Starke und Giovanna Hoffmann auch deshalb gefallen, weil wir auf dem Platz eine noch einheitlichere und klare Sprache haben wollen und ich mit diesen beiden Spielerinnen immer in einem engen Austausch bezüglich sportlicher Themen gestanden habe."

Stephan sieht in Boboy und Baum langfristig Kandidaten für die DFB-Elf

Er wolle ab sofort mehr durchrotieren, weil das der Kader nun auch hergebe. Odebrecht bestätigte das: Aktuell habe man den Stand im Kader, den man sich erträumt habe. "Wir konnten die Mannschaft auf den Positionen verstärken, auf denen wir sie verstärken wollten." Dabei sei der Anspruch schon immer gewesen, schrittweise vorzugehen und "nicht wie wild einzukaufen": "Wir haben viele gute Spielerinnen, die in der Lage sind, in ein, zwei Jahren Champions League zu spielen."

Zu denen gehören zweifelsohne auch zwei 18 Jahre alte Neuzugänge: Delice Boboy (vorher Bayer 04 Leverkusen) und Lisa Baum (Hamburger SV). Letztere habe "krasse Veranlagungen im offensiven Eins-gegen-eins. Sie macht hier in Trainingseinheiten teilweise Sachen, da denkt man schon: Das ist echt Qualität." Und Mittelstürmerin Boboy sei vor allem mit dem Rücken zum Tor sehr stark. Beide seien auf lange Sicht auch Kandidatinnen für die deutsche Nationalmannschaft, wenn sie weiter an sich arbeiteten. "Fußstapfen im deutschen Frauenfußball hinterlassen" werden sie jedenfalls, ist sich Stephan sicher.

Vor einem Jahr hatte der 33-Jährige vor Saisonstart von der Verpflichtung Hoffmanns geschwärmt, obwohl deren oberflächliche Leistungsdaten nicht allzu herausragend waren. Der Trainer behielt recht - gut möglich, dass nun auch die Leistungen von Boboy und Baum ihn bestätigen werden.