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Leipzigs Neu-Nationalspieler Ouedraogo erneut vor langer Pause

kicker

Nach der Leipziger 1:5-Heimniederlage gegen die in der Bundesliga weiterhin ungeschlagenen Münchner tauchte auch Assan Ouedraogo (19) in den Katakomben der Red-Bull-Arena auf, wo die Spieler beider Mannschaften nach der Partie und nach dem Duschen wieder zusammen fanden. Im grauen Schlabberlook befand sich der Mittelfeldspieler im Smalltalk mit seinen Teamkollegen Kosta Nedeljkovic und Andrija Maksimovic, als sich auch Aleksandar Pavlovic dazu gesellte. Was er eigentlich habe, lautete die erste Frage des Münchner Mittelfeldspielers an seinen außer Gefecht gesetzten Nationalmannschafts-Kollegen.

Die Antwort war für den neutralen Beobachter dann nicht mehr zu verstehen, die Fakten sind allerdings schon seit Donnerstag offenkundig. Nach dem 2:0 gegen den SC Freiburg klagte Ouedraogo erneut über ein befremdliches Gefühl in der Sehne an der linken Kniekehle - an eben jener Stelle, weshalb er sieben Wochen lang zuvor keinen Wettkampf bestreiten konnte.

Im Trainingslager in Portugal verspürte der Youngster nach eigenem Bekunden keinerlei Probleme, zeigte sich auch der gesteigerten Belastung gewachsen. "Jetzt ist alles wieder gut", verkündete er da gut gelaunt und voller Tatendrang im Gespräch mit dem kicker und nannte als Wunsch für 2026: "Ich möchte einfach gesund bleiben."

Eine Hoffnung, die sich leider nicht erfüllte. Aktuell sind die Beratungen in vollem Gang, wie mit dem Rückschlag umgegangen werden soll. Die im Vorjahr angeschlagene konservative Behandlungsmethode brachte zwar nicht den gewünschten Erfolg, ist aber auch diesmal eine diskutierte Möglichkeit. Die Alternative wäre ein operativer Eingriff, um wieder Stabilität im Knie herzustellen. So oder so ist klar: Ouedraogo wird Leipzig erneut wochenlang fehlen.

Das ist für den vor eineinhalb Jahren vom FC Schalke 04 nach Leipzig gekommenen Profi in jedem Fall ein herber Rückschlag, der möglicherweise auch die Aussichten auf eine WM-Teilnahme im Sommer beeinträchtigt. Für RB-Trainer Ole Werner bedeutet es, dass er im Mittelfeld eine Alternative weniger zur Verfügung hat, die nicht zuletzt mit drei Toren und drei Assists maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Hinrunde hatte.

Keine Winter-Noteinkäufe geplant

Aktivitäten auf dem Transfermarkt wird der Ausfall nach kicker-Informationen allerdings nicht zur Folge haben, da RB für die drei Mittelfeld-Positionen ausreichend Personal im Kader hat. Das Österreich-Trio mit Nicolas Seiwald im defensiven Mittelfeld sowie Xaver Schlager und Christoph Baumgartner auf den Achter-Positionen bleibt erste Wahl.

Für den von einem Muskelfaserriss im Oberschenkel genesenen Ezechiel Banzuzi (20) bedeutet die Situation Aussicht auf mehr Spielzeit. Der von OH Leuven geholte Youngster musste sich in den vergangenen Monaten meist mit Kurzeinsätzen zufriedengeben.

Henrichs als Mittelfeld-Alternative

Zudem zeichnet sich bei Benjamin Henrichs (28) ein Ende der nunmehr 13-monatigen Leidenszeit nach seinem im Dezember 2024 erlittenen Achillessehnenriss ab, der Defensiv-Allrounder stand am Samstag erstmals wieder im Kader. Die Nichteinwechslung begründete Trainer Ole Werner nachvollziehbar mit dem Umstand, dass die wilde Schlussphase nicht eben der richtige Rahmen für erste Gehversuche unter Wettkampfbedingungen gewesen wären: "Das ist auch etwas, was dann nach der langen Pause zu berücksichtigen ist. Wir sind froh, dass er wieder Teil des Kaders und der Mannschaft ist. Die nächsten Schritte werden sicherlich darauf kommen."

Diese wahrscheinlich im defensiven Mittelfeld. Bis zu seiner Verletzung war Henrichs als Rechtsverteidiger gesetzt, dort leistet der wegen seines Ausfalls vor einem Jahr aus Wolfsburg geholte Ridle Baku in der Regel verlässlich seinen Dienst. Zudem steht mit dem Serben Nedeljkovic eine Spezialkraft als Alternative bereit. Der vielseitige Henrichs hingegen hat auch auf der Sechser-Position schon häufiger ausgeholfen, wurde dort im Portugal-Trainingslager auch im internen Testspiel eingesetzt.