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Eintracht Frankfurt trennt sich von Trainer Toppmöller

kicker

Dino Toppmöller ist nicht mehr Trainer von Eintracht Frankfurt. kicker-Informationen bestätigten zunächst einen Bericht von Sky, dass der Verein die Reißleine zieht und Toppmöller, der noch einen Vertrag bis 2028 in Frankfurt besessen hatte, mit sofortiger Wirkung entlässt. Kurz darauf folgte die offizielle Meldung der Eintracht. "Die Entscheidung ist das Ergebnis einer umfassenden sportlichen und strukturellen Analyse der zurückliegenden Wochen unter Berücksichtigung der Eindrücke der ersten drei Spiele im neuen Kalenderjahr", heißt es im Vereinsstatement.

"Dino Toppmöller hat sich jederzeit voll mit Eintracht Frankfurt identifiziert und täglich mit großer Leidenschaft für diesen Klub gearbeitet", wird Sportvorstand Markus Krösche zitiert. "Wir schätzen seine fachliche Kompetenz, seine Professionalität, seine akribische Arbeitsweise und seinen menschlichen Umgang mit der Mannschaft sehr", so Krösche weiter.

„Unserem Anspruch, als Eintracht Frankfurt für einen dynamischen, aggressiven und kompakten Fußball zu stehen, sind wir in dieser Saison bislang nur unzureichend gerecht geworden.“ (Markus Krösche)

Dennoch sei man "in der sportlichen Führung und gemeinschaftlich im Vorstand nach intensiver interner Bewertung zu der Überzeugung gelangt, dass wir aufgrund der rückläufigen Entwicklung in den letzten Wochen einen neuen sportlichen Impuls benötigen. Unserem Anspruch, als Eintracht Frankfurt für einen dynamischen, aggressiven und kompakten Fußball zu stehen, sind wir in dieser Saison bislang nur unzureichend gerecht geworden."

Toppmöller selbst "hätte sehr gerne mit dieser Mannschaft weitergearbeitet" und sich "weiter den Herausforderungen, die da sind, gestellt". "Aber ich akzeptiere die Entscheidung", leitet der scheidende Coach sein verabschiedendes Statement ein. "Ich bin jeden Tag mit großer Leidenschaft und Freude zur Eintracht gegangen und bin, unabhängig der derzeit unbefriedigenden Situation, die zweifelsohne da ist, stolz auf das, was wir gemeinsam in den vergangenen zweieinhalb Jahren erreicht haben. Schade, dass es nicht gemeinsam weitergeht", so Toppmöller.

Wie der kicker berichtete, werden interimsweise U-21-Cheftrainer Dennis Schmitt und U-19-Trainer Alexander Meier übernehmen. Fußballlehrer Schmitt werde laut SGE dabei die federführende Rolle innehaben. "Dennis Schmitt und Alexander Meier sind bereit, in dieser herausfordernden Situation Verantwortung für Eintracht Frankfurt zu übernehmen. Das gibt uns die erforderliche Zeit, die Trainerposition dauerhaft zu besetzen", sagt Krösche.

Europa League, Champions League, Seuchenjahr

2023/24 folgte Toppmöller auf Oliver Glasner als Frankfurter Trainer und trat damit auch in die Fußstapfen seines Vaters Klaus, der die Eintracht von 1993 bis 1994 trainiert hatte. Dino hielt jedenfalls länger durch als sein "alter Herr", führte die SGE in seiner ersten Saison auf Platz 6 und in seiner zweiten direkt auf Platz 3 und in die Champions League.

Die aktuelle Spielzeit aber erwies sich als Seuchenjahr, vor allem defensiv klappte es nicht. Immer wieder offenbarten sich Abwehrschwächen, es hagelte Gegentore. Die Gründe waren bekannt: Die SGE verteidigte nicht im Verbund, erlaubte sich immer wieder individuelle Schnitzer, wie etwa beim jüngsten 3:3 in Bremen, als zunächst Nathaniel Brown und später dann Ritsu Doan im Kern den gleichen Fehler machten - beide Male schlug es anschließend ein.

Immer wieder die gleichen Fehler

In 18 Ligaspielen kassierten die Adlerträger bereits 39 Gegentore - aktueller Höchstwert in der Bundesliga. "Es sind immer wieder die gleichen Fehler. Wir haben jetzt seit 17, 18 Spielen die gleichen Themen, die uns begleiten. Wir bekommen unfassbar einfache Gegentore, sind im Ballbesitz viel zu hektisch - und haben keine Struktur", schimpfte dann auch Sportvorstand Markus Krösche nach dem Spiel in Bremen und machte deutlich, dass man so nicht weitermachen könne - ein Bekenntnis zum da bereits angezählten Trainer vermied er explizit.

Toppmöller wusste da womöglich schon, was ihn erwartet, auch wenn er noch gute Miene zum bösen Spiel machte und davon sprach, dass er nicht das Gefühl habe, vor der Entlassung zu stehen. Er wies aber auch darauf hin, dass sein Gefühl in diesem Moment nichts zur Sache tue und er als Trainer selbstverständlich in "allererster Linie in der Verantwortung steht". In Zukunft liegt diese nun aber nicht mehr bei ihm, jedenfalls nicht im Hinblick auf die Adlerträger.